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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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Die Franzosen.

seiner Zusammenkunft mit Metternich in Dresden im Mar-colinischen Palais in den Mund gelegten Worten: „SagenSie, — Metternich, wieviel hat Ihnen England dafürgegeben?" Am 26., nicht wie Metternich angiebt am 23.Juni 1813 in Dresden trafen sich der Kaiser und der Fürst,welcher von jenem in neunstündiger Audienz empfangen wurde.Metternich selbst erzählt darüber:

„Ich hatte aus die Jugend der französischen Soldaten hingewiesen und dieMeinung ausgesprochen, daß Frankreich keine neue Armee mehr aufbringen könne.Als Napoleon diese Worte hörte, entflammte sein Zorn im höchsten Grade. — Erwurde bleich. — Sie sind nicht Soldat, fuhr er mich in höchst gereiztem Tone an;Sie wissen nicht, was in der Seele eines Soldaten vorgeht. Ich bin im Felde groß-gezogen worden und einen Mann wie mich, den kümmert cS wenig (ich wage es nicht,mich des energischen französischen AnSdrinkS zu bedienen, dessen Napoleon sich hierbediente), ob eine Million Mann zu Grunde geht. Er warf hierauf seinen Hut, dener bisher in der Hand gehalten, in die Ecke deS Zimmers. Ich blieb ganz ruhig undstützte mich auf die Ecke einer Konsole, die zwischen den zwei Fenstern stand; dannsagte ich tief bewegt nach dem, was ich eben gehört hatte: Warum haben Sie michgewählt, mir daS, was Sie eben sagten, unter vier Augen zn sagen. Wir wollendie Thür öffnen, Ihre Worte werden dann von einem Ende Europas an das anderegehört werden rc. rc."

Des oben erwähnten beleidigenden Wortes gedenkt Metter-nich nicht; man läßt aber gerne mit den Geistern, den Prin-zipien auch die Körper auf einander platzen; deshalb wurdees auch zur Zeit allgemein erzählt; unwahrscheinlich ist eshauptsächlich deshalb, weil Napoleon immer in geradezu meister-hafter Weise denen, mit welchen er verhandelte diejenige Mo-tive vorzuhalten verstand, die auf sie unter den gegebenenVerhältnissen zu seinem Vorteil wirken mußten. Wenn ernun hier ganz aus der Rolle gefallen wäre, so wäre wohleine Erklärung — der jähe Glückswechsel — möglich; ob sieaber befriedigt? — Napoleon I. hat auch nicht gesagt:ke 6/ vlE Oo.Mg«. Vielmehr stammt

dieses Wort voin Fürsten von Ligne.

„Nicht ohne Jntcrcssc dürste es übrigens fein, die kritischen Ansichten Mctternichsüber die Schriftsteller zu vernehmen, die sich vorzugsweise mit der Geschichtsschreibungjener wichtigen Zeitperiode befaßte». — Was vor allem Fain betrifft, dessen, >tlkiMu.v^rt" der nachfolgende» Litteratur als ausschließliche Quelle gedient hat, s"liegt unS darüber ei» kurzes, aber prägnantes Urteil Metternichs vor, indem er (anGagcrn UM) schreibt: „„Bon dem was Fain von meinen persönlichen Verhandlungenmit Napoleon im Juni ISIS schreibt ist Nichts wahr. Fain stand im Kabinet