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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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361
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Die Franzosen. Zßl

Napoleons und er folgte treu den Befehlen des Herrn. So wollte dieser letztere,daß man die Dinge glauben sollte und so gewürdigt bietet sein Werk ein lebendigesInteresse."" — „„Ebenso reichhaltig"", fahrt Metternich fort, „sind die MemoirenBourriennes in dem, was die Persönlichkeit Napoleons betrifft. Wahren histo-rischen Wert haben de Pradts „L'tt-nbKSSKÄe cle und Segurs

"LanrFLrs'Ns Äe 1S1L". Alles andere gehört zur Spreu, aus der nur einzelneDörner gesammelt werden können, Autoren- und Buchhändler-Spekulationen, welche^ur dazu dienen, das Wahre in den Dingen zu verfinstern." (Aus MetternichsPapieren, heransgeg. von seinem Sohne, Band I, Wien 1880, Seite 253.)

Fast immer unrichtig sind die Worte, welche Generale inder Schlacht gesagt haben sollen. Erstens ist das Kampfgewühlüberhaupt nicht der geeignete Ort, wo einem treffende Phraseneinfallen, und zweitens ist es unwahrscheinlich, daß sie jemandhört, oder selbst wenn sie einige hören, daß sie darauf achtenund sie sich einprägen. Auch hier sind die Worte Sterbenderum verdächtigsten. Der berühmteste, am öftesten citierte Schlacht-ausruf ist wohl der dem General Cambronne bei Belle-Alliance in den Mund gelegte: „La ne se

Ms«. Cambronne hat selbst lebhaft gegen diese Anek-dote protestiert und sich immer sehr darüber geärgert, weil ererstens nicht starb, und zweitens sich ergab, die Erzählungalso zu dumm war. Er hat seiner Zeit nur nach einemChirurgus verlangt, um seine Wunden verbinden zu lassen.Das Wort ist vielmehr, nach Fournier, von einem Journalisten^ougemont erfunden, der es am Tage nach der Schlacht inseiner Zeitung drucken ließ; 1862 hat ein alter Soldat vordem Präfekten des Nord-Departements ausgesagt, daß er denGeneral das Wort habe zweimal sagen hören (!). (Ver-Fleiche über die Schlacht bei Waterloo auch S. 231 f.) —Daß Napoleons Landsmann und Todfeind Pozzo di Borgs,

Napoleon den Bellorophon, das englische Kriegsschiff be-^igt, ihn verhöhnt, ist auch eine Erfindung.

Auch die jenem von Thiers in den Mund gelegten „letztenWorte" sind unhistorisch. -/e riars ne/ornc^e L/eöen, De-Zinnes, Massen«, ^ossre^es, Dnnoe, ^Ve-// . . .

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