Die Engländer.
386
gesorgt war, da sie nach englischem Gesetz Ansprüche aus einDrittel aller Erträgnisse des Besitzes an Land und Pächtereienhatte; dieses so speilzahnig klingende nicht, weil wahr-scheinlich das erstbeste Bett das Gastbett war, das bei demMajorat verblieb, welches Shakespeare für seine TochterSusannah gestiftet hatte. (Zu vergl. Shakespeares Selbst-bekenntnisse nach zum Teil noch unbenutzten Quellen vonFritz Krauß, Weimar 1882.)
Den letzten Klatsch, das Shakespeare an den Folgenseiner Unmäßigkeit bei einem Trinkgelage gestorben, zu er-wähnen, ist eigentlich nicht der Mühe wert. (Mylius; derMythus von William Shakespeare; Bonn 1851.)
Die in neuerer Zeit wiederholentlich aufgetauchte Ansicht,daß die unter Shakespeares Namen gehendenDramen gar nicht von ihm herrühren, ist wohl amentschiedensten, ja mit einem gewissen nervösen, mitunter inder Hitze sich selbst widersprechenden, advokatenartigen Eiferverfochten worden von Appleton Morgan in seinem Buche
emÄmee,' Cincinnati 1881. Ohne unsMorgans Ansichten sr-nz-?« anzuschließen, wollen wir
seine wesentlichsten Bedenken hier zusammenstellen.
Zuerst liegt die Frage nahe, wenn diese wundervollenDramen nicht von Shakespeare sind, wie kam es, daß manJahrhunderte lang nicht an seiner Verfasserschaft gezweifelt hat?Antwort: weil man damals Shakespeare überhaupt ganz andersbeurteilte, als wir heute. Milton z. B. (ch 1674) hat seh*anerkennende Verse über ihn (nach Bodenstedts Übersetzung)
„Wozu braucht meines Shalespeare hehr GebeinEin hochgetiirmtcs Monument von Stein.
Du machst durch deines Geistes hohen SchwungUns selbst zu Marmor vor Bewunderung"
u. s. w. Wenn er aber in seinem ihn wiederum
erwähnt als