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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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389
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Die Engländer.

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daran zweifelt, daß der historische Shakespeare die „Shake-speareschen Dramen" geschrieben hat, um so weniger, weiler selbst sie in seinem Testament ebenso uner-wähnt läßt, wie eine etwaige Bibliothek. Waswir Zuverlässiges von ihm wissen, würde nie den Ge-danken in uns aufsteigen lassen, daß er der Verfasser wäre,wenn wir nicht anders woher die Ansicht schon erhalten hätten.Dazu sind die hübschen, passenden Anekdoten (dieKlatsch-Anekdoten ließen wir schon oben vorbei schreiten) überihn höchst unzuverlässig; z. B. daß die Königin Elisabethwie damals üblich auf der Bühne seitwärts sitzend, ihrTaschentuch verloren und Shakespeare, der gerade einen Königspielte — aus seiner Rolle fallend und doch auch darin ver-bleibend — einem Trabanten zugerufen:

— ebenso, daß Elisabeth, von dem Falstaff in den Königs-dramen (Heinrich IV. Teil I und II) ganz entzückt, den Wunschausgesprochen habe, ihn einmal verliebt zu sehen, woraufShakespeare die „lustigen Weiber von Windsor" und zwarinnerhalb 14 Tagen geschrieben. Diese Anekdote erscheintzuerst 1702 in dem Oomroa?« AaKank von John Dennis.Der eigenhändige Brief König Jakobs I. an Shakespeare istgewiß apokryph, existiert auch nicht mehr und niemand weiß,was darin gestanden. Der erwähnte Sir William Davenantsoll ihn einmal dem Herzog von Buckingham gezeigt haben;unhistorisch sind gleichfalls des Dichters Beziehungen zumGrafen Southhampton, wie sie auch Wilhelm Jordanschildert im Vorwort zu seiner Übersetzung der Sonette(Shakespeares Gedichte, Berlin 1861), die übrigens von manchender Bodenstedtschen vorgezogen wird.

Im Jahre 1733 hat zuerst ein gewisser Theobald dar-auf aufmerksam gemacht, daß in den Dramen Stellen vor-kämen, welche ohne Zweifel darthäten, daß mehr als eineHand sie hervorgerufen. Mit Unrecht nimmt A. Morgan