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Die Engländer.
wünschen, daß eine solche und so große Zierde des Menschen-geschlechts gelebt hat.
Durch Scribe's Lustspiel: „(o oder (es e^ists
e( (es ecrr<sös", zuerst aufgeführt 17. Nov. 1840, ist eineAnekdote sehr verbreitet worden, daß die Ungnade, in welchedie Herzogin von Marlborough bei der Königin Anna fiel,schließlich dadurch herbeigeführt worden sei, daß die Herzoginein Glas Wasser, welches sie der Königin überreichte, aufderen Robe verschüttete. Das ist aber eine Erfindung. DieKönigin Anna trank zwar viel, jedoch nie Wasser, so daß siesich den Spottnamen (Schnaps-Annchen) zuge-
zogen hatte. Der Anlaß (nicht der Ursprung) der Anekdoteist zu suchen bei Voltaire Kee?« LvMS /-
e/rax. 22, S. 371, oä. 1752. Überhaupt sind die Charak-tere des berühmten Scribeschen Stückes wohl alle verzeichnet.— Die Herzogin von Marlborough war keineswegs wederals Mädchen noch als Frau eine Kokette, die sich mit demersten besten hübschen Kerl einließ, der ihr über den Weggelaufen kam. Ebenso ist es nur eine Karikatur des Her-zogs, was uns Macaulay liefert. Macaulay schreibt nichtwie ein Historiker, sondern wie ein Advokat und zwar wieein gewissenloser Advokat; grade wie Thiers nimmt er auf,was ihm paßt und läßt liegen, was ihm nicht paßt, ohneviel zu wägen und zu grübeln. Sein Aufsatz über Friedrichden Großen ist eine rechte Sudelei, aus Schandschriften zu-sammengestöppelt, die der König so gründlich verachtete, daßer sie nicht einmal konfiscieren ließ, als sie in Berlin verkauftwurden. Auf den armen Marlborough aber scheint Ma-caulay ein Pique gehabt zu haben; von ihm stammt der Klatschüber Marlboroughs widerliche Geldgier; doch heiratete dieserim Alter von acht und zwanzig Jahren ein ganz armesMädchen; Macaulay erzählt uns, der Herzog wäre so geiziggewesen, daß er zwar seine Repräsentationsgelder bezogen,aber nie einen Offizier zu Tische gebeten, daß er die Löhnung