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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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Die Engländer.

anlegen will oder nicht. Im kleinen Maßstabe wäre dieseWahrheit leicht zu erkennen; nicht nur Dr. John Bruckner inNorwich in seiner 2?reo-"e's ckr« vlMM«?, Leyden 1767

und vor ihm Dr. Robert Wallace in seiner kUrEszi-'osIweks o/'-r«^6 a»rc? 1761 hatten sie erkannt;

ferner laut dem Vorwort zur zweiten Auflage des Essaysnoch Montesquieu, Franklin, Sir James Steuart, ArthurJoung und Townsend, sondern schon bei Platon und beiAristoteles ist die Thatsache anerkannt, so daß sie sehr ener-gische Mittel dagegen vorschlagen; — ja die ganze Kolonisations-politik der Hellenen, so lange sie unter priesterlicher, d. i. unterdes delphischen Apollon Leitung standen, beruht auf der An-erkennung der Lehre. Aber Malthus hat sie wohl zuerstmit der erforderlichen Gründlichkeit in allen ihren Verzweigungenbeleuchtet und erörtert. Wir wissen heute, daß die schlimmstenFeinde der menschlichen Gesellschaft diejenigen sind, welche all-zuzahlreiche Nachkommenschaft in die Welt setzen, also in Eng-land besonders auch der hohe Adel, die protestantischen Geist-lichen und die Lehrer; Proletarier kommt her von xrolss. DasVerschweigen dieser Thatsache in seiner Streitschrift gegenSchultze-Delitzsch, während er diesem seine Unkenntnis derMalthusschen Schrift vorwarf, war einer der häßlichsten Zügein dem Leben des jüdischen Agitators Lassalle. DieMalthusschen Lehren waren und sind noch vielen so unwill-kommen, daß man zu allen möglichen Mitteln gegriffen hat,um ihren Urheber lächerlich zu machen, unter anderem auchzu der Verläumdung, er hätte sein Buch geschrieben, nachdemer elf Töchtern das Leben gegeben und so die Übelstände derÜbervölkerung an eigenem Leibe erfahren. In Wahrheitheiratete Malthus erst am 13. März 1804; er hat nur dreiKinder gehabt. Das Märchen von den elf Töchtern wird er-zählt, aber zugleich widerlegt von Garnier, ^

Artikel „Malthus".