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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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Die Italiener, die Spanier, die Schweden !c.

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springt. So recht bekannt aber wurde die Erzählung erstdurch Athanasius Kircher (1601—1680), welcher sie inseinem 1664 erschienenen Werke: Nauälis sndtsrransns, an-geblich aus den ^eta rsZia, welche Angabe jedoch wohl irr-tümlich ist. Kircher, aus dem Schiller wohl am meisten ge-schöpft hat, berichtet: '

„Zu der Zeit des Kaisers Friedrichs II, lebte ein sehr berühmter Taucher,welcher wegen seiner außerordentlichen Geschicklichleit im Schwimmen coia d, h.Mecolö T'osce, der Fisch-Niklas, genannt wurde. Von Kindheit auf ans Meer ge-wöhnt und ein ausgezeichneter Schwimmer, gewann er mit Sammeln von Austern,Korallen und anderen wertvollen Gegenständen, welche er ans dem Grunde desMeeres hervorholte, seinen Lebensunterhalt. Zu diesem Zweck blieb er oft 4 bis 5 Tageim Wasser, während deren er sich von rohe» Fischen ernährte. Zwischen Kalabrienund Sinken hin und her schwimmend, that er Dienste als Briefträger, selbst bisnach den nördlich von Sicilien gelegenen liparischcn Inseln vordringend. Die Schifferbegegneten ihm häufig mitten im stürmischen Meer, als ob er ein Meerungetiim sei.Wenn er hierbei in die Schiffe aufgenommen und gefragt wurde, wohin er ginge,zeigte er seine Briefe vor, welche er in einem Sack von wasserdichtem Stoffe über dieSchulter trug. Nachdem er sich durch die ihm gereichte Nahrung wohl gestärkt, spranger wieder ins Wasser. Die Leute sagten, daß er fast eine Amphibie geworden sei,denn zwischen den Fingern wäre ihm eine Schwimmhaut gewachsen,und seine Lungen hätten sich derart erweitert, daß sie für den ganzen Tag hättengenug Lust aufnehmen können. Als Friedrich nach Messina kam, wollte er ihn sehenund ließ ihn das Experiment mit dem goldcnenBecher machen. Ungefähr dreiviertelStunden (trss Korns gunärnntes) blieb der Taucher unter dem Wasser und kamdann mit dem Becher in der Hand wieder herauf. Der Taucher sagte dann zu demKönig, daß wenn er gleich von vornherein gewußt hätte, was er da unten alles zusehen bekommen würde, er selbst um die Hälfte seines Reiches nicht hinab-gestiegen sein würde; denn da unten gebe es säst undurchdringliche Dinge, wie derAnprall der Strömung, welche mit Heftigkeit aus den tiefen Strudeln des Meeresaufsteige, dann die große Menge von Klippen und endlich die große Menge von ge-waltigen, menschengroßen Polypen, welche, an die Klippen sich anklammernd, mitihren langen Fangarmen Schrecken einflößen und einen zu erfassen suchen. Auf dieFrage, wie er den Becher gefunden hätte, antwortete er, daß derselbe durch dieStrömung zwischen die Klippen gefallen sei. Ein ihm zugemutete sabermaliges Untertauchen lehnte er entschieden ab. Als der Kaiserjedoch einen Sack mit Münzen ins Meer warf, sprang er aus Hab-gier dennoch ins Meer, aber er erschien nicht wieder."

Wie Schiller das „grausame Spiel" veredelt hat, brauchenwir wohl nicht weiter auseinanderzusetzen.

Kaiser Heinrich VI., wird erzählt, hatte, um die Kaiser-krönung zu erlangen, auf seinem ersten Römerzuge (1191)das seinem Hause treu ergebene Tusculum der Rache derRömer preisgegeben, die dann nach dem Abzug der deutschen