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Die Italiener, die Spanier, die Schweden rc.
Geschichtsbildern malen."" Neben seinem Oheim Bramante zu Tränen gerührtin tiefster Demut knieend, empfing Raphael den Segen des heiligen Vaters, undwie von einem höheren Gefühle beseelt, stand er auf, vor Freude und Zufriedenheitstrahlend."
Sehr ergreifend! nur war Raphael gar nicht BramantesNeffe, Bembo war damals weder Kardinal noch in Rom,und Raphael stand, als er die cko??lr /NA-ratro-a
vollendet hatte in seinem 29. Jahre.
„Diese Legenden mögen manchem armen Jungen das Leben ruiniert haben,der mit blonden Locken, viel Begeisterung, wenig Talent und geringer Arbeitskraftsich nach Nom auf den Weg machte." <H. Grimm, das Leben Raphaels, S. 105 s.)
Über das eine Gemälde in der Camera, die berühmte„Schule von Athen" streitet man, was es eigentlich vor-stellen solle; Vasari nennt es noch nicht so, sondern nur dieSchule der Philosophen; nach andern stellt es Paulus odersogar Paulus und Petrus (!) zu Athen dar.
„Wenn trotzdem heute die Namengebung Passavants in Biographieen Raphaelssowie in Reisehandbüchern und ähnlichen Schriften reproduziert wird, als sei niemalsan ihr gezweifelt worden, so rührt dies daher, daß dem großen Publikumbestimmte Namen immer erwünscht sind und daß die wenigsten von denen,welche diese Arbeiten abzufassen hatten, im stände waren, sich über die Frage eineigenes Urteil zu bilden." (Grimm, a. a. O. S. 203.)
Ein Kopf des Bildes soll wieder Raphaels Portrait sein;aber gerade an diesem Kopfe
„ist soviel herumgedoktert worden, bis etwas ganz neues daraus ward:niemand weiß, wie oft hier fremde Hände thätig waren: man scheint das Gesicht,wie Luthers Dintenklex, unaufhörlich aufgefrischt zu haben. ... In der Farbewirkt er so neu, daß er mit dem übrigen.Gemälde verglichen gleichsam herausfällt."(Grimm, S. 273 f.)
Betreffs der berühmten Geliebten Raphaels, der „For-narina" ist sogar schon Passavant ganz skeptisch gesinnt.
„Gernc möchte ich imstande sein, einige nähere Auskunft iiber die Beglückte selbstgeben zu können, welche in der Geschichte stets Raphaels Namen begleiten wird.Man hat ihr den Namen Fornarina gegeben, und dürften wir dem Masserini Glaube»beimessen, so wäre sie die Tochter eines SodabrenncrS gewesen, welcher über demTiberstuß bei St. Cecilia wohnte. Noch zeigt ma» ei» Häuschen mit einer schönenaltertümlichen Fenstereinfassung von gebrannter Erde in der Straße S. DoroteaNr. so als ihr Geburtshaus. Dazu soll ehedem ein kleiner Garten gehört haben,in den man über eine niedere Mauer hineinsehen konnte, und in welchem das lieblicheMädchen oft verweilt habe. Ihre Schönheit sei daher bald ins Gerede gekommenund die jungen Leute besonders die Zöglinge der Knnst, stets leidenschastliche Freundedes Schönen, hätten sich im Vorbeigehen an der Mauer auf die Zehen gestellt, dasherrliche Mädchen zu sehen.
Auch Raphael, den begeisterten Verehrer des Schönen, habe ihr Ruf hingelockt,