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Die Italiener, die Spanier, die Schweden rc.
„Diese Geschichte, welche zu so vielen sentimentalen Seufzern Anlaß gegeben,hat nicht die mindeste Wahrscheinlichkeit siir sich; wir sehen, daß Antonio Allegri sichin seinen letzten Lebensjahren in mäßigem Wohlstand befand, und wenn er anderseinen Sack mit Kupfermünzen empfing, wenigstens kaum nötig gehabt haben würde,denselben selbst zu schleppen," (Stern und Oppermann, Leben der Maler, Leipzig 1S8L.)
Die Berichte von der grausamen Behandlung desTasso(-s 1595) sind »»historisch.
„An jener Erzählung von einem Verhältnis des Dichters zu der PrinzessinLeonore von Ferrara, die zuerst ein gewisser Brusoni, ein anerkannt fabelhafter Autorin der Mitte des siebzehnten Jahrhunderts in Umlauf brachte, ist nun zuvörderstgar nicht zu glauben," (v. Ranke, Abhandlungen und Versuche, neue Sammlung;Leipzig 1888 ; S, 233,)
Tasso war wirklich wahnsinnig und wurde deshalb einge-sperrt; aber mit allen möglichen Rücksichten und in schönegroße Zimmer. Das Übrige, Rührende ist erfunden. Manzeigt in Ferrara jedoch noch einen Kohlenkeller im Hospitalder heiligen Anna als sein Gefängnis, dessen Thür sogar dieInschrift trägt: ckr von wo er seine Eleonore
in ihrem Turm soll haben sehen können; dazu hätte er freilichdurch Mauern hindurch sehen müssen. Byron soll sich in dasGefängnis haben einschließen lassen und soll dann zwei Stundendarin mit großen Schritten auf- und abgegangen sein, wasetwas unwahrscheinlich ist, da der Keller überhaupt nur etwadrei Schritte lang ist. Ferner ist ganz unmöglich, daß Tassodaselbst sieben Jahre eingesperrt gewesen ist, „da der Aufent-halt einen robusten Arbeiter in zwei Monaten töten würde";auch hätte er daselbst nicht den Besuch von Fürsten undsonstigen ausgezeichneten Personen empfangen können, wie derHerzog es gestattete. Eine sehr gründliche Untersuchungdarüber, was in der Götheschen Dichtung historisch ist undwas nicht, finden wir bei Kuno Fischer: „Göthe's Tasso",Heidelberg 1890.
Ähnlich ist es mit Galilei (si 1642). Er ist nicht ge-foltert worden und hat nur eine kurze, sehr milde Gefangen-schaft durchgemacht. Er hat auch nicht, nach der Abschwörungseiner „Irrlehren" mit dem Fuße stampfend gesagt: „Z? -E'sr MEe". Zum erstenmal erscheint diese viel besungene