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Treppenwitz der Weltgeschichte / von W.L. Hertslet
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417
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Die Italiener, die Spanier, die Schweden rc.

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Phrase in dem Caen 1789, aber

mit der Einleitung „o-r Me ecke." Galileis Zeit-

genossen wissen nichts davon. Auch verdient es erwähnt zuwerden, daß die eigentlich ausschlaggebenden Beweise für dieWahrheit der coppernikanischen Theorie, wie sie Kepplerlieferte, dem Galilei unbekannt geblieben waren. Vergl. dasS. 249 über das ptolemäische Weltsystem Gesagte.

„Die neuesicns, besonders seit Ausbruch des bismarckischen Kulturkampfes üppigins Kraut geschossene Galilei-Litteratur kann iu mehreren ihrer Erzeugnisse vomVorwürfe einseitiger Voreingenommenheit entweder gegen oder für die Kurie schwer-lich freigesprochen werden. Vergl. einerseits Ghsrardi, Ä^ocesso 6«Weo /rus-ckttto iRivista Europ. 1870); E. Wohlwill, DerJnquisitionsprozeß des G. Galilei,Berlin 1870, sowie desselben Broschüre: „Ist Galilei gefoltert worden?" Leipzig 1877.Mor. Cantor, Die Mtenfälschung im Prozeß gegen Galilei (Gegenwart 1877Nr. 14 f.); Scartazzini in der Lr'Et« (Dec. 1877) — sowie im

Gegensatze dazu die katholischen Rechtfertigungsversuche von l'Epinois (1867),Pieratisi (1875), Bösen, Scheebcn, Grisar rc. Vorsichtig vermittelnd unddaher vorzugsweise zuverlässig schon H. Martin, 6aWs rc-, Par. 1868; sodannDom. Berti, Oozrervreoo e te ES-rcte ctst Lrsterira Oozre-'irrctmo M LMÄ mÄtaMcrt-tcla metct -tot sooolo LVTe -rÄlaxvrm.« clelsec. LVH, Loma.1876, sowieTl^rrocesso or'iz/rrrale ctr <?. <?., Lour« 7676; K. v. Gebier, Galilei und dierömische Kurie, 3 Bände, Stuttgart 1876 f. (der erste, historisch darstellende Teil nochetwas kultnrkämpferisch angeweht, der zweite: „Die Akten des Prozesses von derBatik. Handschrift" mehr vermittelnd). Vergl. auch die aus v. Gcblers Nachlaßherausgegebenen „Nachklänge; Ausgewählte Schriften", Breslau und Leipzig 1880,worin S. 147 sf. jene Foltcrungshypothese bestimmt widerlegt wird. — P. Schanz,Galilei und sein Prozeß 1878 ; F. H. Reusch, Der Prozeß Galileis und die Jesuiten,Bonn 1879. — Das letzte Werk in jeder Hinsicht die beste und lehrreichste Dar-stellung des Prozesses." (Zoeckler, Gottes Zeugen im Reich der Natur, Teil I.S. 861 (Note 2 ch>.)

In Possagno, Canovas Geburtsort erzählt man, erhätte als Kind eine Herde Schafe aus nassem Chausseestaubgeformt und ein vorbeifahrender Engländer hätte ihm dafüreine Handvoll Goldmünzen zugeworfen. Die Geschichte isterlogen, schon weil die Engländer niemals so mit Geld umsich werfen. Ob der Löwe von Butter, den Canova als Küchen-junge geformt und durch denselben die Aufmerksamkeit auf sichgelenkt, besser beglaubigt ist?

Wunderlich berührt es uns, wenn wir die Mythenbildungan einem Ereignis beobachten, das uns der Zeit nach noch so nahesteht, wie der Verlust der Fahne des 2. Bataillons des

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