62 C0) 89 297ches ich das blaͤſtige ſpannende Theil zunennen pflegen. Dieſes wird nicht minder,und zwar aufs allerſchnelleſte von der Sitzezerſtreuet/ als wenn es lange Zeit der freyenAufft ausgeſtellet geweſen, weil auch dic Fer-menta, wann ſie lange an der freven Lufftgeſtanden, verdunſten und untuͤchtig wer-den.
Es koͤnnen aber die Fermenta, in eben die-ſem gelinden ſchleimhafften Beſtand⸗-We-ſen verhalten, und zu einiger Daurung aufbe—halten werden, auſſer welchem ſonſt auf jetzt-gemeldte Weiſe ihr zarteſter, beweglichſterund kraͤfftigſter Theil um ſo viel ſchneller ver-daͤmpffen wurde. In eben dieſer Schleim-hafftigkeit koͤnnen auch dieſe allerbeweglichſteTheilchen verhafftet erhalten werden, wanndieſelbe in ſolcher allergelindeſten Waͤrme/als man etwa zur Sommers-Zeit im Schat-ten haben kan, ausgetrocknet werden.“ Da.
T 4 dieſer
(˙%0 Ich habe dieſes auf dem Lande in mittelmaͤßigenHaußhaltungen folgender geſtalt pracicren ſehen.Man nimmt reine leinene Tuͤcher/ etwann einerqueer⸗Hand breit/ und etwas mehr als einer hal-ben Ehlen lang/ und ſtreichet friſche/ und nicht garzu duͤnne Hefen mit einer reinen hoͤltzernen Sparuldarauf. Solche Tuͤcher werden an einem etwaswarmen/ trockenen und dabey ſchattigten Ort an ei-nem Zwirn ⸗Faden aufgehencket/ und von neuen ge-trocknet. Wann nun van neuen gebrauet wird/und man dem Biere ſein Ferment geben will; ſo
nimmt