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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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kann jedoch Eisenstücken, in denen sich die körnig - krystallinischeTextur auf dem gedachten Wege erzeugt hat, ihre fadige Be-schaffenheit und ursprüngliche Festigkeit dadurch wiedergeben, daßman sie zu mattem Nachglühen erhitzt und dann langsam ab-kühlen läßt.

Die wichtigsten Fehler des Eisens sind der Rothbruch,Kaltbrnch und Faulbruch. Man nennt rvthbrüchigesEisen solches, welches im Nothglühen unter den Hammcrschlä-gen aufreißt oder borstet, wogegen es sich bei der Schweißhitzegut schmieden läßt; die Ursache dieser Erscheinung ist gewöhnlicheine geringe Verunreinigung mit Schwefel. Kaltbrüchi-ges Eisen ist in der Kälte spröde, läßt sich aber beim Glühenwie weiches Eisen schmieden, und entsteht durch eine geringe Bei-mischung von Phosphor, oder von Zink, Arsenik, Antimon,Chrom. Eisen endlich, welches bei jeder Temperatur mürbeund von geringer Festigkeit ist, wird fanlbrüchig oder hadriggenannt. Rührt hauptsächlich vom schlechten Verfrischen einesschlechten Roheisens her.

Das Stabeisen wird nur selten noch direct aus den Erzendurch die sogenannte Ren »arbeit, sondern gewöhnlich aus demRoheisen durch den Frisch Proceß dargestellt; jene findet, alshöchst unvollkommen und unökonomisch, nur noch in den Pyre-näen, auf Corsika, in Unteritalien, Nordamerika und Ostindienstatt. Durch den Frischproccß wird dem Roheisen der größteTheil des Kohlenstoffes entzogen.

Man unterscheidet zwei Hanptartcn der Frischerei, dasHerdfrischen und daS Puddelfrischen. Das ersteregeschieht in niedrigen Oefen, Herden oder Feuern, Frisch-fenern, mit Holzkohlen und mittelst einströmender Gebläseluft.Das von den Kohlen umgebene Roheisen wird vor dem Windeeingeschmolzen, so daß der Wind auf jeden Tropfen des schmel-zenden Eisens einwirken und ihm den Kohlenstoff entziehen kann.Die nuten im Herd sich bildenden Eisenklnmpen, die Luppen,werden noch mehrfach der Einwirkung der Gebläseluft ausgesetzt,hierauf unter den Hammer gebracht, wiederholt gewärmt und