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Obgleich die Chargendauer beim Stahlpuddeln um Vieleskürzer als beim Eiscnpuddcln ist, so kommen die Fabrikations-kosten, wegen des geringeren Nohciscneinsatzes, der öfterenBodcnreparatnren und eines bisweilen eintretenden thcilweisenMißlingenS, wenn man nicht sehr intelligente Arbeiter hat,doch etwas höher zn stehen, als bei der Stabeiscnfabrikation.Auch kommt noch hinzu, daß daS Rohstahlciscn stets mehr kostetals die andere Roheisensorte», da ein gutes Fabrikat nur ausjenen dargestellt werden kann.
Genauere Resultate über die HauShaltSoerhältnisse desStahlpuddclns lassen sich zur Zeit nicht mittheilen, da es einGewerbe ist, waö erst feit dem Jahre 1850 betrieben wird.
Sehr vorthcilhaft wird eS sein, daS Stahlpnddcln in mitbrennbaren Gasen gefeuerten Ocfen zu betreiben. Unseres Wis-sens hat Bischof zu Mägdcsprung recht gute Resultate er-langt, aber regelmäßig ist das GaSpuddeln auf Stahl noch nichtbetrieben.
Viertes Capitel.
Kon dem Naffiniren oder Hordendes Stahls.
Ein bedeutender Theil des RohstahlS, mit Ausnahme einesTheiles der nach der Paalcr Methode fabricirten, werden erstdadurch ein Handelsartikel, daß sie rafsinirt oder gegerbt wer-den. Auch der Cement- oder Brennstahl, dessen Fabrikationden Gegenstand des nächstfolgenden Capitels bilden wird, sowieauch der im vorhergehenden Capitel dargestellte Puddelstahl,müssen häufig einem solchen Proceß unterworfen werden, wennsie nicht als gewöhnlicher Roh-, Cement- oder Puddelstahl be-nutzt oder durch Schmelzung in Gußstahl verwandelt werden.Der Paaler Stahl wird in einem besonderen Feuer ausge-schmicdet, welches wir weiter unten ebenfalls beschreiben werden.