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Viertes Capitel,
b a in Stahlblech.
Das Stahlblech, welches in den Künsten und Gewerben,namentlich in der Siderographie oder Stahlstechknnst häufigeAnwendung findet, wird zwischen Walzen aus Gußstahlstäbendargestellt. Die Walzwerke sind kleiner als die znr Verferti-gung des Eisenblechs angewendeten, höchstens 2 Fuß lang und10 bis 12 Zoll stark; sie bestehen aus schalenhartem Gußeisen,oder aus gehärtetem Stahl, und haben sehr genau abgedrehteund polirte Oberflächen. Dies und die Härte sind Hanptbe-dingnngen. Der zu Blech auszuwalzende Stahl muß wieder-holt in einem Glühöfchen dunkclroth glühend gemacht werden,um die durch das Durchwalzen erlangte Härte und Sprvdig-keit zu vermindern, indem die Stahlplatten, vorzüglich die zurSiderographie verwendeten, möglichst weich sein müssen. Einegenaue Beschreibung der Stahlblech-Walzwerke und des Ver-fahrens zur Darstellung des Stahlblechs zu geben, würde unshier offenbar zu weit führen, und eS mögen daher die obigenBemerkungen genügen.
Fünftes Capitel.
Das Hämmcril des Stahles überhaupt.
Man bedient sich des HammerS, um rothglühenden unddadurch erweichten prismatischen oder cylindrischen Stäben einebeliebige oder überhaupt die verlangte Form zu geben. DieseOperation beruht auf der Plasticität des Stahles und Stab-eisens im rothglühendeu Zustande, und diese Operation führtnicht allein viel rascher zum Ziele, als der Meißel und dieFeile, sondern sie dient noch überdicß zur Erziclung eines an-