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Zweites Capitel.
tlon der ö chinc l; stahlst ereiln>nl aus Noheisen.
Es ereignet sich zuweilen bei dem Verfrischen des Roheisenszn Stabeisen, daß ein Theil des cingeschmolzcnen und demWindstrom am meisten ausgesetzt gewesenen Eisens, schon eineungleich gaarere Beschaffenheit erhält, als das übrige Eisen. DieSulnschmiede arbeitet sogar absichtlich darauf hin, das cinge-schmolzene Eisen theilweise gaar zn machen. Dieß gaare Eisenist aber oft kein reines, sondern ein mehr oder weniger hartesStabeisen, oder auch ein wirklicher, wenn gleich sehr ungleicharti-ger Stahl. Die Frischer nehmen diese Stahlklumpen^ welchesich durch ihre röthliche Farbe zn erkennen geben, aber sonst alleKennzeichen des gaaren Eisens an sich tragen, zuweilen aus demHerde, um sie zum Vcrstählcn ihrer Werkzeuge anzuwenden.Dieser Stahl wird Lnppstahl genannt. Er ist nur ein zufälligesund eigentlich durch ein Versehen des Arbeiters entstandenesProduct im Frischherdc. Soll aber aus Roheisen mit einemgroßen Kohlegehalt, sowie überhaupt aus Roheisen, welches indem Frischherdc erst in den tropfbarflüssigcn Zustand übergeht,ehe die Abscheidnng der Kohle erfolgen kann, absichtlich Stahlund nicht Stabeisen dargestellt werden, so ändert wandenFrischproceß dahin ab, daß man das Gaarwerden des Roheisensdurch eine langsame Behandlung unter dem Winde zu bewirkensucht, statt daß man es bei der Stabeisenbercitnng stets überund vor dem Windstrom zn halten bemüht ist. Durch diese lang-same Behandlung unter dem Winde soll die Kohle im Eisen nachund nach verbrennen, und der Arbeiter soll es in seiner Gewaltbehalten, den Proceß in dem Augenblick zu beendigen, wenn erglaubt, daß der Stahl die nöthige Gaare erhalten hat, welchesGefühl, Erfahrung und Uebnng ihn lehren. Bei der Stabcisen-erzengnng würde daS Frischen unter dem Winde zn langsam zumZweck führen und die völlige Abscheidnng der Kohle doch nichtbewirken. Deßhalb muß der Wind das halbflüssige Eisen bei