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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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Erster Abschnitt.

Von der Stahlfabrikation

oder

Stahlbereitnng.

26eil der Stahl als Stabeisen mit einem größeren Kohle-gehalt zu betrachten ist, so muß auf demselben Wege und durchdieselben Verfahrnngsarten, welche man zur Stabeisenerzeugunganwendet, auch Stahl dargestellt werden können, und zwar ebenso wie das Stabcisen, entweder unmittelbar auS den Erzen, odermittelbar aus Roheisen. Letzteres geschieht bis jetzt noch immerin gewöhnlichen Frischherden, weil man es erst kürzlich dahingebracht hat, in Flammöfen dem Roheisen den Kohlegehalt nurtheilweise zu entziehen, obgleich dieses Verfahren bis jetzt nurerst an wenigen Punkten angewendet worden ist. wie wir weiterunten näher sehen werden.

Man nennt den aus den Erzen oder aus dem Roheisendargestellten Stahl: Schmelzstahl (Nohstahl, Luppenstahl), zumUnterschiede von dem Ccmentstahl (Brennstahl), welcher durchanhaltendes Cementircn deS Stabeisens mit Kohle in der er-höhten Temperatur, und mit Ausschluß der atmosphärischen Luft,dargestellt wirv. Der Stahl, welcher durch Umschmelzen inTiegeln eine größere Gleichartigkeit erhält, wird Gußstahl ge-nannt. Der Schmelzstahl sowohl als der Brennstahl sind gewöhn-lich Gemenge von härterem und weicherem Stahl, denen man,außer durch das kostbarere Umschmelzen, auch dadurch eine größereGleichartigkeit giebt, daß man siezn flachen Stäben ausstreckt, welchewieder zusammengeschweißt werden. Den durch solche mechanische