StatistischeVerhältnisse derStahlfabrikationin Europa.
^ie europäischen Stahlwerke, denn über die der übri-gen Erdtheile läßt sich nur wenig sagen, zerfallen, wie derganze technische Theil der Stahlbereitnng, in zwei Hauptklafsen,welche in Beziehung auf die Wichtigkeit ihrer Produktion fastgleichen Rang haben, aber durch wesentlich verschiedene tech-nische und ökonomische Bedingungen weit von einander ab-weichen, nämlich Schmelz- und Brennstahlwerke.
Die Hütten, welche den Schmelz- oder Roh stahlerzeugen, dessen Bereitung wir im zweiten Capitel des erstenAbschnitts kennen lernten, benutzen ein ähnliches Verfahren,wie es noch jetzt in einem bedeutenden Theil von Europa zurBereitung des Stabeisens angewendet wird, nämlich das Herd-frischen, wogegen in England, Frankreich, Belgien und inNorddeutschland jetzt das Puddelfrischen vorherrscht. Die Erze,aus denen das Roheisen folgt, welches ganz besonders zurErzeugung des Roh- oder Schmelzstahls geeignet ist, das so-genannte Rohstahleisen, sind die reinen Abänderungen desSpatheisensteins. Daher sind denn auch die Haupt-Central-punkte der Schmelzstahl-Fabrikation nur in der Nähe bedeu-tender Spatheisenstein - Lagerstätten vorhanden.
Das Verschmelzen dieser Erze und daS Verarbeiten desgewonnenen Roheisens in den Stahlherden erfolgt im Allge-meinen nur mit Holzkohlen; jedoch hat man, wegen TheuerungHarliumin, Bt«itu»g dc< Slahtt. 20