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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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Bearbeitung gleichartiger gewordenen Stahl nennt man Gerbstahloder raffinirten Stahl. Obgleich nämlich die Quantität derKohle!den Grad der Härte deS gehärteten, und den Grad derGeschmeidigkeit des nicht gehärteten Stahls im Allgemeinen be-stimmt, so sind die Festigkeit und die Elasticität des gehärtetenStahls doch außerdem noch von der Gleichartigkeit der ganzenMasse abhängig. AuS demselben Material läßt sich durch ver-schiedene Behandlung daS reinste Stabcisen und der vollkommensteStahl, aber auch ein Prodnct darstellen, welches an einzelnenStellen im höchsten Grade hart ist, und dennoch nicht Elasticitätund Festigkeit genug besitzt, um auf den Namen eines gutenStahls Anspruch machen zu können. Aller Stahl, der eigentlichals ein zusammengeschweißtes Gemenge von härterem und wei-cherem Stahl, oder wohl gar von Stahl und von Stabeisen an-gesehen werden muß, kann hart sein, ohne Festigkeit oder Elasti-cität zu besitzen; oder er kann weich und doch zugleich an einzel-nen Stellen so spröde sein, daß er, wenigstens in scharfenSchneiden und Spitzen, zum Ansbrcchen geneigt ist. Die Gutedes Stahls wird also nicht durch seine Härte allein, sondern auchdurch seine Festigkeit und Elasticität bestimmt. Von einem Stahl,der viel Festigkeit und Elasticität besitzt, pflegt man zu sagen,daß er viel Stärke oder viel Körper habe, wogegen man einenharten und dabei wenig festen und spröden Stahl, wilden Stahlzu nennen pflegt. Von mehreren Stahlartcn, welche gleicheQuantitäten Kohle enthalten, wird diejenige die festeste, dehn-barste und am meisten elastische sein, in welcher die Kohle amgleichartigsten vertheilt ist. Es kann daher Stahl geben, der sichin einzelnen Stücken sehr hart zeigt, aber dabei spröde und we-nig elastisch ist, obgleich er im Ganzen nicht mehr Kohle enthältals anderer Stahl, welcher in gleichem Grade hart, und dabeifest und elastisch ist. Durch das Raffiniren werden die aus derungleichartigen Vertheilung der Kohle im Eisen entspringendenFehler deS Stahls zwar vermindert, aber niemals aufgehoben.Derjenige Stahl, welcher mit der größten Härte die größte Stärkeverbindet, ist der vollkommenste. Die gleichartige Verbindung der