40
der Regel kein Handelsartikel, sondern wird auf den eigenenHämmern gegärbt.
5) Block, Halb stahl, Ruckenzeug, ist weicher,eisenschüssiger Stahl, der von Nr. 3 ausgeschieden wird, sollaber keine Ungänzen und wenigstens eine Bruchfläche habe»;die Schmiedung wie beim Sensenstahl.
6) Refudi, die so ungänzen und eisenschüssigen Stücke,daß sie wieder eingereunt werden müssen, nebst Schalen, Schie-fern u. dgl.'
Da der Handclscrcdit eines Stahlhammers wesentlich voneiner gleichförmigen verläßlichen Sortirnng abhängt, so muß diesesGeschäft vom Werksvorsteher selbst vorgenommen oder mindestensfleißig controlirt werden.
Die Größe der Fabrikation auf einem hanptgewerkschaftli-chen Stahlhammer mit 2 Feuern und 4 Arbeitern beträgt in16 Stunden, während welcher Zeit 8 Dachet gemacht und diesezu Stahlstangen ausgeschmiedet werden, ungefähr 11 Centner. —Der Abgang schwankt zwischen 9 und 10 Procent. — Der Koh-lcnverbrannd nebst Abgang bei der Anfuhr und im Magazine be-läuft sich auf 32—40 Kubikfuß meist schlechter Fichtenkohlcn;bei geschlossenen Herden und erhitzter stuft kann aber auch mit24—25 Kubikfuß auf den Centner Stahl ausgelangt werden.Aus 100 Centner Flossen werden wenigstens dargestellt: 60Centner Roh- oder Edelstahl nebst Meißclstahl, 20 CentnerMock, 6 Centner Hammereisen, 4 Centner Nohmittelzeng und10 Centner Eisenverlust.
2. Die kärnthncrische Rohstahlarbcit.
Man wendet dieses Verfahren nicht allein in Kärnthen,sondern auch in einigen Stahlwerken in Stciermark und Kraman. — Die Herdgrube ist stets mit 2'/? Zoll dicken Eisenplat-ten (Steine genannt) meist rechtwinkelig ausgesetzt, und zwarsteht an der Formseite der Formstcin, gegenüber an der Wind-seite der Riastein, vorn der Lösch- und an der Hintern Seite derRollstein. Die beiden letzteren werden zwischen die beiden erste-