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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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Bodcnrenuen genannt, ist ein sehr einfacher Proceß, und be-steht darin, daß man das Roheisen in möglichst kleinen Stückenin den Herd bringt, der mit Lösche ausgeschlagen ist, es ein-schmilzt, absticht und durch Ablöschen mit Wasser Scheiben ausdem Sumpf hebt. Gewöhnlich schmilzt man nicht mehr als 4bis 6 Centner auf einmal ein.

Alan unterscheidet bei dem kärnthnerischen Stahlfrischproceßdrei Abtheilungen: die Sauerbildung und das Deul-pntzen, die Bildung des Frischbodens und daS Deul-umschlagen und die Cottabildung, dazu kommt noch derAnsheizproceß.

Die eigentliche Arbeit wird mit dem Einschmelzen von un-vorbereitetem Roheisen gemacht, um daraus eine dickflüssige Eisen-masse, Sauer genannt, in dem Herde zu erhalten, welcherbei der folgenden Cottabildung als Unterlage dient. Man nimmtdazn 4(1 bis 70 Pfund Blatteln, welche auf der Niaseite in demzuvor mit Kohlen gefüllten Herde aufgesetzt und nebst etwasSchlackenzusatz in bis ^ Stunden eingeschmolzen werden.Gleichzeitig mit dieser Sauerbildung wird das Abschweißen oderPutzen der zwei Halsten oder Theile, uneigentlich Deule ge-nannt, in welche die vorige Cotta zerschroten winde, begonnen,und bis zur Berwandelung der beiden Deule zu sogenanntenGreifen, d. h. einer Art großer Kolben, fortgesetzt. Zu demEnde wird ein Denl mit seiner Schrotfläche nach aufwärts, zwi-schen Form und Roheisen in die Kohlen des Herdes gebracht,während der zweite Dcul, die Riaseite nachdem Herde zuge-kehrt, über den Riastein gelegt wird. Durch die von den Deu-ten abgeheizten und abgestoßenen Theile gelangt der Sauer ineinen halbgaarc», breiartigen Zustand, während durch das so-genannte Putzen der Deule die rauhen und unreinen Oberflächenvon denselben fortgeschafft werden. Die beiden Deule werdennun jeder zur Greife oder Presa ausgeschmiedet. DieseArbeitsperiode erfordert I V 2 bis 2 Stunden.

Es wird nun der Wind abgestellt, die Kohlen werden miteiner Krücke aus dem Herde geschoben, und es wird der Sauer