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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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46
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zerrennfeuer vorhanden ist, aus 4 Mann. Die Schicht beginntmit dem Sauermachen und Deulputzen. Das wöchentlicheFabrikationsquantnm beträgt 3035 Centner Stahl. Der Koh-lenverbrauch sammt Hartzerrennen belauft sich auf 100. Pfundfertigen Rohstahl, und auf etwa 5052 Kubikfuß Fichteukoh-len. Der Verbrauch zwischen Flossen, die hartzerrennt wer-den müssen, und Blattelu, stellt sich ungefähr wie 3 : 1 bis2 : 1. Der Gesammtabgang läßt sich auf 20 bis 30 Pro-cent und im Durchschnitt zu 25 Procent annehmen. UngefährDreiviertel des erzeugten Nohstals ist reiner Stahl, währenddaS Ucbrige mehr oder weniger eisenschüssig ist. Im Allgemei-nen ist der kärnthnerische Rohstahl härter und gleichförmigerals der steierische.

3. Die paalerische Rohstahlarbeit.

Der einzige wesentliche Unterschied zwischen der Paalerund Kärnthner Rohstahlarbeit besteht darin, daß bei ersterer alleDenle eine Zeitlang im Sauer cementirt werden, während diesesbei der letzteren nur beim ersten Deulputzen im geringernGrade stattfindet, bei dem folgenden Deulputzen aber wegenMangel au Sauer nicht mehr geschehen kann. Die PaalerMethode ist aus Italien uach Kraiu, von dort nach Kärnthenund endlich von da nach Stciermark übertragen worden, und mannennt daher die Paalen Arbeit die ächte und die Kärnthner dieunächte Bresciauer Stahlarbeit.

Der erste Unterschied zwischen der Paaler und der Kärnlh-ncr Methode liegt in der Herdstellung. Damit der Sauermöglichst lange flüssig bleibe, bis alle Denle geputzt sind, mußdie Herdgrube tiefer seyn, hat 20 Zoll vom Formstein biszum Herdboden, und 10 Zoll bis zum Mittelpunkt des Lösch-bodens, welcher sich an den Rändern nm 3 oder 4 Zoll indie Höhe zieht, um die Berührung des SauerS mit den Sei-tenwänden des Herdes zu verhindern; die Form hat ein Ste-chen von 16 20 Zoll, um die Hitze mehr nach unten zubringen.