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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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n. a. ni. a. O., ist das Stahlpnddeln, gewöhnlich in Folgeeiniger zufällig erhaltenen, schlecht gcpuddeltcr stahlartiger Ei-senlnppen, schon vor Jahren versucht, aber überall entwedergänzlich aufgegeben, oder nur schwach betrieben worden.

Erst im Herbste des Jahres 1850 gelang in der Stahl-hütte der Herren Lehrkind, Falkenroth und Comp. zuHaspe bei Hagen in Westphalen, die Darstellung des Puddel-stahls und nach einem Jahre waren bereits 13 Ocfcn imBetriebe, da sich der Stahl, wenn auch nicht durch Güte, dochdurch Billigkeit auszeichnet und zu vielen Gegenständen, zudenen man früher nur gutes Stabcisen benutzte, verwendetwird. Auch Huth und Comp. in Hagen und mehrere andereHütten, z. B. die Gräflich Renard'scheu in Oberschlcsien,prodnciren jetzt Pnddelstahl; denn die preußische Regierungkonnte in dem Verfahren von Lehrkind, Falkenroth und Comp.,die ein Patent darauf beanspruchten, eigentlich Neues vonWichtigkeit nicht erkennen und verweigerte daher die Erthcilungdes PatentS. Jedenfalls wird sich daS Stahlpnddeln baldsehr verbreiten, da man jedes Roheisen dazu verwenden kann,wiewohl Spicgeleisen vorzuziehen ist.

Ein Puddelofen von gewöhnlicher Einrichtung ist in denfolgenden Abbildungen, Fig. 79, dargestellt; wir haben sieaus dem 1. Bande der trefflichen Metallurgie von ProfessorScheercr in Frciberg entnommen. Fig. 7 ist ein Berrikal-durchschnitt, a der Aschcnfall; r der Rost; l> die FcnerbrückepI, der Herd; letzterer hat zur Aufnahme des flüssigen Roh-eisens, eine concave Sberfläche. llm das AuStreten desselben,in den Fuchs zu verhindern, ist hier ein der Fenerbrückc I>gleiche, dammförmige Erhöhung, die Fnchsbrückc <1, angebracht.Sowohl Feuer- als Fnchsbrücke bestehen, wie im Holzschnitteangedeutet ist, znin Theil aus feuerfesten Ziegelsteinen, zumTheil aus gußeisernen Kasten o, durch welches, um es vordem Schmelzen zu schützen, während des Betriebes Luft hin-dnrchströmt; auch die Scitenwände der Puddelöfen sind oft hohl,um dadurch eine Abkühlung zu veranlassen. Der vertiefte Herd