zu berücksichtigen, daß das Ausrecken und Raffinircn in dem-selben Grade weniger nöthig wird, als der Stahl durch dün-nere Stäbe an Gleichartigkeit beim Cementiren gewinnt.
Den Zutritt der atmosphärischen Luft beim Cementirendes Eisens mit Kohle vollkommen abzuhalten, ist nothwendig,weil sonst die Berschlacknug des Eisens unvermeidlich erfolgenwürde. Bei der Umänderung dcS Stäbeisens in Stahl durchCementiren kommt es also darauf an, das Stabcisen in Be-rührung mit kehligen Substanzen und gegen die Luft geschützt,einer anhaltenden Glühhitze auszusetzen, welche den Grad derSchmclzhitzc des Stahls nicht erreichen darf, aber die lichteNothgltihhitze weit überschreiten muß.
Beim Stahlcemcntiren im Großen bewirkt man dieß da-durch, daß man das zu cementirendc Stabeisen in dicht ver-schlossenen Gefäßen, oder in Kästen mit Kohlenstaub schichtetund die geladenen Kästen in besonderen Oesen — Brennstahl-öfen, Cementiröfen — so lange in Glühhitze erhält, bis dasEisen hinlänglich mit Kohle durchdrungen ist. Man setzt dieKasten unmittelbar mit dem Herde deS Ofens in Berbindungund richtet sie nicht beweglich ein, weil die beweglichen Kästennicht ohne sehr große Unbequemlichkeit und ohne Beschädigun-gen aus dem Ofen genommen und in denselben gebracht wer-den würden. Die Länge der Stäbe von 6 bis 10 Fuß, welcheeine verhältnismäßige Länge der Kästen nothwendig macht, würdedas Transportiren der Kästen nngemcin erschweren, besondersweil dieselben aus Massen angefertigt sein müssen, welche keineStöße und Schläge aushalten und sehr leicht zerbrechlich sind.
Die Constrnction der Cementiröfen, welche dazu dienensollen, die verschlossenen Kasten, in denen sich das Eisen mitKohle geschichtet befindet, in einer möglichst gleichen Glühhitzezu erhalten, muß im Allgemeinen so beschaffen sein, daß keineHitze unnöthig (durch unverhältnismäßig zu große Weite oderHohe des Ofens) verloren geht; daß die Kästen von allen Seitengleich stark erhitzt werden und daß mau die Hitze durch Regi-