76
Ofens ohne Wirkung, weßhalb man die Holzkohlenfencrungnur noch aus ganz alten Hütten antrifft.
Die auf Holz- oder auf Steinkohlcnfencrnng eingerichtetenCementiröfen haben eine und dieselbe Eonstrnction und weichenbloß darin von einander ab, daß die Steinkohlenöfen kleinereund engere, die Holzöfen größere und weitere Feuerungen er-fordern. Bei einer bedeutenden Länge der Oefen und der Kistengeschieht das Eintragen des Brennmaterials auf beiden Seitendes Ofens, um die Hitze auf allen Punkten gleichmäßiger zuvertheilen.
Ein auf Flammenfcner eingerichteter Cemcntirofcn hat miteinem gewöhnlichen GlaSofen die größte Aehnlichkeit, nur daßdas Gewölbe flacher ist, und daß man ihn nicht rund, sondernviereckig einrichtet, weil die Gestalt der Eiscnstäbe lange undeckige Kasten erfordert, folglich bei einer runden Constrnctivndes OfcnS zu viele Räume unbenutzt bleiben würden. DerOfen besteht also aus einem Herde oder anS einer Sohle,welche durch den, nach der Richtung der Länge des Herdesund des OfenS gehenden Rost in zwei Hälften getheilt wird.Die Breite des Rostes und die Tiefe desselben unter der Ho-rizontalfläche der Herdsohle richten sich nach dem anzuwenden-den Brennmaterial«: und nach der Größe des Ofens, also nachder Breite der Kästen.
Auf beiden Seiten der Fenergasse oder des NosteS stehtein Kasten, so daß ein Cementirofen gewöhnlich mit zwei Kästenbesetzt ist. Wenn die Feuerung mit Holz geschieht, so muß derRost breit sein, um mehr Brennmaterial fassen zu können.Dadurch entsteht ein sehr weiter Raum zwischen den beidenKästen, den Rinman dadurch benutzte, daß er noch einen drittenKasten auf durchbrochenen, gewölbten Bögen über der Feuer-gasse oder auf einer sogenannten Gnrtmanernng aufstellte, unddie Oefen zu drei Kästen einrichtete. Diese Einrichtung istzweckmäßig und Vortheilhaft, wenn die Feuerung mit Holz ge-schieht, folglich eine breite Fenergasse erforderlich ist. Bei derStcinkohlcnfcncrung bedarf cS aber keines so breiten NosteS,