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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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153
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den Hammerstreichen fest zn stehen und durch seine eigene Un»erschütterlichkeit ein gewisses Zurückprallen der Hämmer zu be-wirken, welches die Anstrengung der Schmiede erleichtert. FürNagelschmiede reicht ein 60- bis 70pfündiger Amboß gewöhn-lich hin; in Schlosserwerkstätten bedarf man solcher von wenig-stens 200 bis 250 Pfund; die Grobschmiede gebrauchen 400-bis 600pfündige. Die gewöhnliche Anordnung des Amboßstockeserfordert ein großes, theures oft selbst schwer zu erlangen-des Stück Eichenholz. Oekonomischer wird derselbe in Gestalteiner Tonne (ohne Böden) aus 2 bis 3 Zoll dicken Stäbenvon Fichtenholz hergestellt, außerhalb der Erde mit ein Paareisernen Reifen gebunden, mit Flußsand bis auf 5 Zoll vomRande vollgestampft; dann legt man auf die Sandoberflächeeine dicke runde Holzscheibe, in welche der Fuß des Amboßesein wenig eingelassen wird. Um die Erschütterungen des Ge-bäudes beim Schmieden zu vermindern, hat man empfohlen,den (gewöhnlichen oder nach vorstehender Art construirten) Am-boßstock auf zwei lange, hohl liegende, am besten bis in dieUmfassungsmauern der Schmiede reichende, Balken zn stellen;diese Einrichtung scheint besonders da zweckmäßig, wo etwa(wie z. B. in England öfters der Fall sein soll) kleine Schmie-den in oberen Stockwerken der Häuser betrieben werden.

dickst dem großen Schmiede-Amboße findet man in denWerkstätten gewöhnlich noch einen kleineren etwas höher stehen-den (das Sperrhorn), der an beiden Enden seiner kleinenviereckigen flachen Bahn ein Horn (das eine kegelförmig wieam Hornamboße, jedoch schlanker; das andere vierseitig pyra-midal) enthält, und (weil er durch sein Gewicht allein nichtsicher stehen würde) mit einer unterwärts gehenden, spitzigenVerlängerung (Angel) in seinem hölzernen Stocke fest ein-gesteckt ist. Man gebraucht denselben, um kleine Arbeitsstücke(zum Theil auch kalt) darauf zu richten, nachzuhämmern undzu biegen.

Zuweilen wird der Stahl, statt ihn auf den Amboß znlegen, glühend in einem großen Schraubstockc (Feuer schraub-