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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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160
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in dem Falle, wo ein durch Dampfkraft rc. betriebenes Gebläsefür mehrere Feuer zugleich benutzt wird.

Der Stahl kann nur dann mit freier Hand beim Schmie-den regiert werden, wenn er die Gestalt eines hinreichend lan-gen Stabes hat, der nur an einem Ende Glühhitze erfordert.Man schmiedet das glühende Ende zur gehörigen Gestalt aus,und haut das fertige Stück ab, worauf mit dem Reste desStabes die Arbeit wiederholt wird, n. s. w. Wird er endlichzu kurz, so schweißt man einen neuen Stab daran. In allenjenen Fällen aber, wo der zu bearbeitende Gegenstand kurz ist,oder ganz glühend gemacht werden muß, ist ein Hülfsmittelnöthig, um ihn auf dem Amboße halten und wenden, in'sFeuer legen und wieder herausnehmen zu können. Hat dasStück ein Loch, so steckt man oft ein Eiscnstäbchen durch dasselbe,biegt dieses um und bildet so gleichsam eine Art Stiel; beianderen kurzen Gegenständen schweißt man wohl auch ein Stahl-stäbchen (einen Schweif) an, welches nach Vollendung derArbeit wieder abgehauen wird. Meistentheils aber gebrauchtman Schmiedezangen von verschiedener Form und Größe.Sie sind von geschmiedetem Eisen, mit langen Griffen verse-hen und werden durch einen Ring oder eine Klammer, welcheman über die Griffe schiebt, fest geschlossen. Das Maul derZange (die zwei Theile, welche den Stahl faßen) ist entwedergerade oder gekrümmt, oder rechtwinkelig aufgebogen.

Kleine Arbeiten werden von einem einzigen Arbeiter ge-schmiedet, der mit der linken Hand den Stahl regiert, in derRechten aber den Schmiedehammer führt. Bei größeren Ge-genständen sind außer dem Schmiede oder Meister auchnoch Gehülfen, Anschläger, nothwendig, welche ihre schwerenZnschlaghämmer mit beiden Händen schwingen; während jenerden Stahl so wendet, schiebt und dreht, daß die Schläge aufdie gehörige Stelle fallen, auch wo es nöthig ist durch seinenkleinen Hammer nachhilft, die zu treffenden Stellen durch Zei-chen andeutet, überhaupt das ganze Geschäft leitet. Daß dasSchmieden mit taktmäßiger Aufeinanderfolge der Schläge ge-