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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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Holzes im Großen, als Aexten, Beilen, Hackmes-sern, Winzermessern, Sicheln, Sensen.

Bei Anwendung dieser Farbe macht jedoch oft die Be-schaffenheit des Stahles einigen Unterschied, auch müssen beiInstrumenten, die an ihren verschiedenen Theilen verschiedeneHärte annehmen sollen, die diesen Härten entsprechenden Farbengebraucht werden.

Man erhält die schönsten Farben nur beim ersten An-lassen des Stahles, und muß sich hüten, das Anlassen mehr-mals zu wiederholen, denn da entsprechen die gewöhnlich nurmehr schwach erscheinenden Farben anderen Härtegraden, undman sieht sich genöthigt, den Stahl wieder einzuschmieden undhierauf frisch zu härten und anzulassen.

Will man den Stahlgegenständen zuletzt eine schöne blaueoder andere Farbe ertheilen, so muß man immer den feinstenGußstahl nehmen, der die beste Politur und die brillantestengleichförmigsten Farben annimmt.

Die Güte und Brauchbarkeit der Stahlarten hängt auchbeim Gebrauche des besten Stahles vom zweckmäßigen Härtenund Anlasten des aus Stahl geschmiedeten Gegenstandes ab;wir wollen deßhalb diese wichtige Operation etwas ausführli-cher behandeln.

Regeln zum Härten deS Stahls.

Zum Härten des Stahles ist keine andere Borbereitungnöthig, als die, daß seine Oberfläche rein von Eisenoxyd durchdas Anlassen erzeugt und frei vom Eindrucke der Hammer-schläge sei; nur dann wird er nämlich durch das Härten einegleichförmige Oberfläche erhalten.

X Der auf diese Weise behandelte Stahl wird erhitzt bis

zu der für seine Qualität am Besten passenden Farbe, vonder im vorhergehenden Capitel geredet wurde, und dieses Er-hitzen muß

1) so rasch als möglich, und

2) mit größter Gleichförmigkeit geschehen.