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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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Man wendet zu diesem Ueberzuge, je nach den verschie-denen Ländern, verschiedene Mittel an, die in der Hauptsachealle zu demselben Ziele führen. Das älteste und einfachsteMittel war Kochsalz, das man durch Bierhefe, in welche mandie Feilen tauchte, darauf befestigte, und das Ganze nach demTrocknen zum Glühen brachte.

Statt, wie früher das Kochsalz auf die mit Bierhefe über-zogene Feile zu streuen, löst man nun das Kochsalz in Wasser-auf, so lange, bis dasselbe kein Salz weiter aufnimmt, undverdickt diese Auflösung mit Bierhefe oder mit wohlfeilem Mehl,z. B. Roggenmehl, in England mit Bohnenmehl, bis sie dieEonsistenz eines dicken Rahmes erhalten hat. In diesen Breitaucht man die Feilen und bringt sie sogleich in's Feuer, wosie zur kirschrothcn Hitze gebracht und dann abgelöscht werden.

In Deutschland trocknet man die Feilen zuerst nach demobigen Ueberzuge auf Eiscnstäben, die oben in dem Mantelder Esse angebracht sind. Hierauf werden sie bis zur dunklenRothglühhitze gebracht, und dann in ein Faß mit Kochsalz ge-steckt. Nach diesem erwärmt man sie bis zur kirschrothen Hitzeund löscht sie hierauf ab, was jedoch bloß die Arbeit vermehrt,ohne einen besseren Effect, als die englische einfache Operationhervorzubringen.

Noch bedient man sich einer anderen Mischung, die nebenihrer allgemeinen schützenden Kraft der Oberfläche weicherenFeilen noch eine größere Härte giebt, als der Feilenstahl ansich selbst besitzt. Diese Mischung werden wir beim Einsatz-härten beschreiben.

H ä r t e w a s s e r.

Hat der Stahl jene Temperatur erhalten, in welcher erseine größte Härte und Tenacität erlangt hat, so muß er wieder:

1) so rasch als möglich,

2) so gleichförmig als möglich

abgekühlt werden, um seine größte Härte zu erlangen, undseine vor dem Härten erhaltene Form zu bewahren.