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Die Bereitung und Verarbeitung des Stahls : ein unentbehrliches Handbuch für Eisen- und Stahlbeiter jedes Faches / nach dem englischen Werke des Ingenieurs Overmann deutsch bearbeitet von Carl Hartmann
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261
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Härten eine entgegengesetzte Krümmung giebt, welche sich durchden Härtungsprrceß gerade richtet. Das Verfahren, bereitsgehärtete und dabei krumm gewordene Feilen im erwärmtenZustande durch Druck (nicht Schlag) gerade zu machen, bleibtimmer ein ungenügendes und unsicheres Hülfsmittel.

Aus dem Härtewasser bringt man die Feilen in sehr ver-dünnte Schwefelsäure; worauf man sie an einer mit Bürstenbesetzten, in Wasser umgedrehten Walze reinigt, auf einer er-hitzten Eisenplatte schnell trocknet, noch warm in Baumöl taucht,und nach dem Abtröpfeln in Papier verpackt. Das Papier,dessen man sich in England hierzu bedient, ist aus alten ge-theerten Schiffstauen gemacht, und zeichnet sich eben sowohldurch große Festigkeit, als durch Fähigkeit, den Rost abzuhal-ten, aus. Die Angel muß um das Abbrechen beim Ge-brauch zu verhindern vor dem Einstecken der Feile in ihrHeft durch Anfassen mit einer glühenden Zange, oder durchEintauchen in stark erhitztes Blei weich gemacht werden.

Feilen, die durch den Gebrauch ganz stumpf gewordensind, läßt man oft aufhauen, d. h. mit neuem Hiebe ver-sehen und neuerdings härten. In diesem Falle muß zuerstdie Feile durch Ausglühen weich gemacht, und der alte Hiebweggeschafft werden. Diesen letzteren Zweck erreicht man ent-weder durch Abschleifen auf einem großen runden Schleifstein,oder durch Abfeilen, Abziehen. Mittelst gewöhnlicher Feilenkann das Abziehen höchstens dann vorgenommen werden, wennder alte Hieb sehr fein ist, weil er sonst das Werkzeug zu sehrangreift. Man bedient sich deßhalb regelmäßig des Verfah-rens, daß man die alten Feilen in hellroth- oder sogar weiß-glühendem Zustande mit einer sehr großen und groben Ab-ziehfeile, Abfeilraspel glättet. Dieses Werkzeug gleichtan Gestalt einer Armfeile, ist aber an beiden Enden mit einemhölzernen Hefte versehen, und hat entweder einen großen Ras-pelhieb oder schräg eingefeilte scharfkantige Kerben. Es giebteinspännige Abzichfeilen, d. i. die von einer Persongeführt werden, und zweispännige. Erstere sind, ohne die