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erblicher Nachfolge von verschiedenen Seiten seinen Söhnen Karlmann und Pipin bestritten wurde, verband sich Theutbald mit dem HerzogOdilo von Baiern, dessen Selbständigkeit ebenfalls von dem Hausoberstenangefochten war. Mit Heeresmacht that Theutbald 742 einen Einfallin das Elsaß , in der Hoffnung, die Alamannen des Elsaßes und diejenseits der Vogesen zahlreich zerstreuten Widersacher der herrschsüchtigenHausobersten zu gemeinsamem Kampfe zu vermögen. Allein Karlmann zwang ihn zum Rückzüge und im folgenden Jahre drang derselbe bisan den Lech vor, überschritt den Fluß und schlug die vereinigten Streit-kräfte der Herzoge Theutbald und Odilo . Nur ein Krieg gegen dieSachsen hinderte Karlmann , die Herzoge weiter zu verfolgen. Dafürerschien im folgenden Jahr sein Bruder Pipin , nöthigte dieselben, sichaus dem Flachlande in das Alpengebirge zurückzuziehen und endlich sichden vorgeschriebenen Friedensbedingungen zu fügen.
Indessen hatte dieser aufgedrungene Friede keinen Bestand. Theut-bald erhob sich 745 nochmals und soll abermals in das Elsaß einge-fallen sein. Hierüber zur Rache entflammt, rückte Karlmann mit Heeres-macht in Alamannien ein und forderte die des Treubruchs angeschuldigtenGewalthaber auf die Gerichtsstätte nach Canstatt. Sie erschienen, vonihren Getreuen begleitet, und stellten sich in Scharen gegenüber demFrankenheere auf. Plötzlich aber wurden sie von diesem umringt undtheils niedergehauen, theils wehrlos gemacht und gebunden als Gefangenefortgeschleppt. Durch diese unredliche Gewaltthat des ReichsregentenKarlmann wurde nun freilich jeder fernere Widerstand in Alamannien niedergeschlagen. Das weitere Schicksal Theutbalds ist unbekannt. SeinSohn Lantfrid II-, der noch bei Herzog Tasfilo in Baiern einen Rück-halt suchte, ist seit 751 ebenfalls aus der Geschichte verschwunden.
Daß aber bei der erwähnten Katastrophe die auf dem linken Uferdes Bodensees und des Oberrheins gesessenen Alamannenstämme nichtbetheiligt waren, sondern wie 735 die Herrschaft Karls, so nun auchdiejenige Karlmanns anerkannt hatten, ist durch eine am 9. November 744zu Benken am obern Zürichsee ausgestellte Urkunde bestätigt, in welcherKarlmann als Hausoberster des Königs Childerich genannt ist. Währenddes ganzen Kampfes um das Herzogthum muß namentlich der Thurgauunter der provisorischen Oberverwaltung der königlichen Hausoberstengestanden haben, so daß selbst die Amtsverrichtungen des Grafen nurdurch zeitweilige Stellvertreter versehen wurden.