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Geschichte der alten Grafschaft Thurgau mit Inbegriff der Landschaften und Herrschaften Kyburg, Thurgau, Abtei und Stadt St. Gallen, Appenzell und Toggenburg von ihren ältesten Zeiten an bis zum Uebergang der Landeshoheit an die Eidgenossen
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Heribrants, im ersten Jahr des Königs Heinrich,unter Graf Burkhard" ;921 in Herisau , bei Vertauschung der Güter Amalberts zu Helfenswilgegen Güter zu Hohenfirst, und in Goßau , bei Vertauschung der GüterLando's und Engilberts gegen Güter zu Hohenfirst unter Graf Burkhard.

Bei einer in Erichinga im Oktober 920 stattgefundenen Verhandlung,bei welcher Fridiger dem Dekan Alberich von St. Gallen und seinem VogteAmalung seine zu Ländikon gelegenen Güter gegen andere zu Rümlikonvertauschte, wurde Adalhart als Graf genannt. Dieser war muthmaßlich einjüngerer Bruder Burkhards und verwaltete an dessen Stelle die Grafschaft;bei anderer Gelegenheit nämlich, als Wito durch seine Mutter Gentesima demKloster St. Gallen Güter zu Arnang auftrug, im vierten Jahr des KönigsHeinrich, wurde Burkhard als Herzog, Adelhart als Graf verzeichnet.

Aus einer 920, 30. November, von König Heinrich auf Bitte derGrafen Burkhard, Eberhard (im Aargau ), Konrad (im Linzgau), Heinrichund Uto, sowie Babo's (eines Vasallen des bereits genannten Burkhard) imHegau ausgestellten Urkunde, Güter zu Siggingen betreffend, geht hervor, daßBurkhard auch die Grafschaft Hegau besaß und König Heinrich ihn noch nichtals Herzog anerkannt hatte.

Die Zeitgeschichte des Sachsen Widukind berichtet bei dem Jahre920:König Heinrich zog mit seiner ganzen Kriegsmannschaft aus, umBurkhard, den Herzog Alamanniens, zu bewältigen. Obschon dieser einunzahmer Krieger war, sah er doch als kluger Kopf voraus, daß erden Kampf mit dem König nicht bestehen könne, und ergab sich mitallen Städten und allem seinem Volke." Von einem Feldstreit desKönigs gegen Burkhard weiß die Geschichte nichts. Im Jahr 923ernannte König Heinrich aus den Wunsch des Herzogs dessen Ver-wandten Udalrich von Dillingen, der ihn seinen noxos oder Neffennennt, zum Bischof von Augsburg , und um dieselbe Zeit genehmigteer die von Burkhard mit König Rudolf von Burgund getroffene Ueber-einkunft, daß der Reußfluß die Grenze zwischen Burgund und Ala-mannien bilden solle.

Was Herzog Burkhard von sich selbst hielt, läßt er den Schreibereiner Urkunde sagen, die er im Anfange des Jahres 924 dem Frauen-ftift Zürich bewilligte. Dort heißt es:Burkhard, von Gottes GnadenHerzog der Alamannen; allen Völkern thun wir kund, daß von demTage an, da der allmächtige Gott über uns seine große Barmherzigkeitbezeugt und alle in diesen Landen befindlichen Orte und alle unsereFeinde unserer Macht unterworfen hat, wir auch den Wunsch in unsgetragen, den Kirchen und ihren Dienern behülflich zu sein, u. s. w."Als ihn sein Eidam, König Rudolf von Burgund, wissen ließ, dafi

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