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3. Bau der neuen Straße und der Brücke zu Ober-büren/ wie auch des Salz- und WaaghauseS inNoschach.
Während des Anfangs der Thenrung von 1770 begannFürstabt Bcda den wichtigen Straßenbau durch die alteLandschaft/ von der Grenze des NheinthalS beim Dorfe Stadbis nach Wyl/ und sicherte dadurch so manchem armen Tag-löhner Verdienst und Nahrung.
Eine gute Hauptstraße war im St. Gallischen schon langeein Bedürfniß. Der Landmann daselbst zeichnete sich vor-theilhaft durch Fleiß/ Industrie / Viehzucht und etwas Acker-bau vor manchen seiner Schweizerbrüder auö/ die ihr ganzesLeben wie Arkadiens Schäfer sorglos mit ihren Hecrden da-hin träumen. Wer weiß nicht/ wie musterhaft er den Flachsbaut/ welcher/ durch die Hände seiner Gattinn und Töchterzum feinsten Garne gesponnen/ auf dem Webstuhle eine solcheZartheit und Festigkeit erhält/ daß die Tücher nicht nur mitandern die Konkurrenz/ sondern selbst den Vorzug behaupten?Der Absatz von Obst und Most nach der Stadt St. Gallen undden beiden Nhoden von Axpenzell ist auch nicht unbeträchtlich.Die bisherigen schlechten/ engen Wege/ die mehr Pfützesi alsStraßen glichen/ erschwerten jedes wichtigere Unternehme»/und mit dem Innern und dem Westen der Schweiz fand bei-nahe keine Kommunikation statt. Um zu Pferde durch diealten Hohlgüssen nur von St. Gallen nach Wyl zu kommen/brauchte man gemeiniglich einen ganzen Tag.' —
Die neue Straße beförderte den Verkehr und den Florder ganzen Gegend. Seither ist der Marktflecken Noschacham kleinen deutschen Meere noch wichtiger als Stappclplatzfür den Getreidehandel geworden/ und wie viel hat nicht dasTyruS der östlichen Schweiz — die Stadt St. Gallen —dadurch gewonnen?
Unter der Aegide des öffentlichen Wohls errichtete Beda
gen. So starben in den Äußern Rhoden/ im I. 1771/ 4238 Per-sonen/ da hingegen bloß M geboren wurden.