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Geschichte des ehemaligen Stiftes und der Landschaft St. Gallen unter den zween letzten Fürstäbten von St. Gallen, besonders während den Jahren der helvetischen Revolution bis zur Aufhebung des Stiftes / von Franz Weidmann, gewesenem Mitglied des aufgehobenen Stiftes St. Gallen und vormaligem Bibliothekar an der kathol. Kantonal-Bibliothek in St. Gallen
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noch mehrere eben so wichtige als gemeinnützige Anstalten,z. B. die große Brücke zu Oberbürcn, das Salz- und Waag.hauö zu Roschach und die Kommunikationsstraße nachHerisau und Speicher im Appenzellerlande.

Das alte Hofgebäude, der Sitz deö obersten DikastcriumSim Stifte Gallen, entsprach weder seiner Würde, noch demBedürfnisse. Aus dessen Schütte ließ Beda, bald nachdemer die Abtei erhalten, einen Flügel, die Pfalz (nach demalten so geheißen), nach mehr modernem Style

und von bedeutendem Umfange aufführen, der seit 1803 einenTheil deö Regierungsgebäudes deö KantonS St. Gallen auS-macht und den schönen Saal zur Versammlung des GroßenRathes enthält 2).

4. Schulverbesserungen; Kampf des Fanatismus

dagegen.

Seit frühern Zeiten hatte die Regierung deS StiftesSt. Gallen viel Sinn für Volksbildung durch Schulen gezeigt.ES gab in der alten Landschaft nicht eine einzige Gemeinde,die nicht eine solche Anstalt besaß. Die Satzungen undVorschriften für diese Schulen waren im Allgemeinen gut,an einigen Orten sogar vortrefflich; aber selten kamen siezur Ausführung, weil die Vollziehung bei den Pfarrern undden Vorgesetzten stand und jene im Durchschnitte zu sehr ihreBequemlichkeit liebten, diese aber auS Unwissenheit nichtsleisten konnten noch wollten. So blieb also, ungeachtet dervielen und schönen Verordnungen von Oben herab, das Schul-wesen sehr mangelhaft und beschränkte sich kümmerlich aufetwas Lesen und Schreiben und auf die Erlernung deSKatechismus.

') Hr. Brandcnbcrg hält den Bau dieses Hauses für eine Haupt-ursache des Verfalls der Finanzen des Stiftes. Tagb. I. Th.

5. 136-137-

2) Man setzte den Straßenbau an die Summe von ff. 200 /M 0 :die Aufführung der Pfalz.« lLO,iXXt.

P. Joachim EndraS, Subpriors:meine Zweifel."