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Wiederholt rügt I. von Arx an Beda — „Sehnsuchtnach Ruhe und Abscheu vor allen ernsthaften Geschäften/" derener doch keines von sich wies / jedem Zeit und Ort bestimmte/bis Altersschwäche und körperliche Beschwerden (das (Lir-ggr-s)hicvon/ jedoch selten/ eine Ausnahme machten. Allerdingsräumte er Gunst und Gewalt einigen geift- und weltlichenBeamteten/ ja sogar Laienbrudern ei» / — aus dem einfachenGrunde: theils weil dieses sein Alter erheischte/ theils weiler sich auf einige der Konventualen nicht verlassen konnte.Falsch ist es aber/ daß er von dem Volke geringgeschätzt/von seinen Vertrauten verachtet *) und zum Gegenstände derKlagen und Schimpfrcden gemacht worden sei. Nur derniedrigste Auswurf deS PöbelS / der eigentlich keine Erwäh-nung verdient / konnte im Sturme wilder Leidenschaft sich soweit vergehen.
Warum erzählt aber I. von Arx gar nichts von Dank-adressen an den geliebten Landesherrn von Seite des VolkeS/von Freudegesängen und ländlichen Festen/ deren Held im-mer Beda war/ so wie auch von der allgemeinen Trauer/die in Weheklagen und heiße Thränen übergieng bei dessenAbleben? — Er blieb ununterbrochen bis an sein Ende derGegenstand allgemeiner Liebe seiner Unterthanen/ wenn gleichhier und da eine nicht geringe Abneigung gegen die bestehendeVerfassung sich laut äußerte. Das alte gothische Gebäude/ohnehin schon lange in seinen Grundpfeilern morsch- konnteftärkerm Andringen der FreiheitSlust nicht länger widerstehen.
Und Beda/ auch ohne Fürftenhut/ als bloßer Abt/würde/ seine ehemaligen theuern LandeSkinder nie verlassend/in ihrer Mitte sich bei allen Kriegsauftritten sicher und ruhig
Wenn Beda von Gefühlen der Wehmuth überwältigt / dieLeiden seines guten Herzens durch Zitate aus den Psalmen in sei-nem Tagebuchs auSspricht; so ist der Sinn dieser Zitate nichtimmer buchstäblich zu deuten. Verachtet hat ihn schwerlich Jemand/als der eine und andere seiner geistlichen Söhne! «koxulo tum»vriam cuin i-ekollsl-Lr, eximia csrus.»
, T. I. x. 23a.