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Traktaten gehandhabt werden sollten. Die Gemeinden möch-ten nur ihre Bitten und Klagen in ein Ganzes zusammen-stelle«/ gewissenhaft begründen und ihm vorlegen und dannin gesetzlicher Ordnung und Ruhe seine landcöväterliche Ent-schuldung abwarten.
Kaum hörten die übrigen Gemeinden der alten Land-schaft von dem glücklichen Erfolge des ersten Schrittes derAusschüsse auö dem Goßaueramte / alö sie auch ihren Vor-stehern Vollmacht gaben/ mit denselben gemeinsame Sachezu machen.
Im Kapitel war man gegen die Ausschüsse nicht so gün-stig gesinnt/ wie der Fürstabt. Man hielt ihre Zusammen-künfte für ein gefährliches Komplott und riech zu scharfenMaßregel«/ die aber glücklicher Weise bei dem sanften/ men-schenfreundlichen Beda kein Gehör fanden: — wohin hät-ten solche auch geführt?
15 . Politische Lage vom Ende 1794 bis 3. Juni 179-5;
Tumult »anten; die Harten undLinden; BedaS
Schmerz über die Unordnungen/ und Aufrüfe an
das Volk.
Ungeachtet der huldreichen Versicherungen BedaS zeigtesich bald unter einem Theile deö Volkes eine sehr nachtheiligeStimmung gegen das Stift. Die Landschaft glich in kurzerZeit einem Vulkane/ der hier und da revolutionäre Funkensprühte: — eine Folge von Aufhetzungen und abentheuerlichenGerüchten / wodurch exzentrische Köpfe das Publikum in Har-nisch brachten.
Nasch entwickelte sich eine gefährliche Krise nach derandern/ und was beim AuSbruche politischer Umwälzungenunvermeidlich ist/ — Leidenschaften/ Kabalen und kleinliche iPrivatinteressen mischten sich in die wichtigsten Angelegen- ,Heiken des Vaterlandes.
Unter die warmen Freunde dieses letzter» drang sich einezügellose Rotte Tumultuanten/ die für den stillen Bürger eine