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diesem Punkte Ansuchen um Verbesserungen rücksichtlich ihresHaudelökrcifeö.
zo) Man wünschte den Landesherr» nur von einheimi-schen Ministern und Räthen umgeben zu sehen. Aberbeim bisherigen Mangel an wissenschaftlicher Bildung — wo-her solche nehmen?
31) Gleiches Verlangen waltete in Hinsicht der Kapil-laren des Stiftes und der Pfrundherren. Noch i77o bestanddie Halste des Kapitels aus Ausländern. Beda zog die Lan-dessöhne und Schweizerbürger vor. Der Offizial Jso Walserschob mehrere Fremde auf Pfründe«/ zum Aerger der LandeS-geistlichkeit.
62 ) Gegen die dem allgemeinen Besten oft so nachtheiligeAnnahme der vielen Gotrshausleute/ d. i. solcher, dieweder ein Landes- noch ein GemcindSbürgerrecht hatten,vom Stifte aber durch ein Patent autorisirt waren, imSt. Gallischen wohnen zu dürfen, wurden die nachdrücklich-sten Vorstellungen angebracht.
ZZ) Die Wahl der Ammänner und Richter sollenicht mehr der Landeshoheit, sondern den betreffenden Ge-meinden zustehen.
Z4) Die Landschaft begehrt auch zu den fürstlichenKonferenzen zugelassen zu werden und dergleichen selbstabhalten zu dürfen.
25) In Fällen, wo ein Landmann vor der hohen Obrig-keit angeklagt wird, sollen ihm Kläger und Kund-schaften gestellt werden.
26 ) Gemeindeversammlungen sollen frei abgehal-ten werden mögen.
Z7) Die Wahl der Schulmeister und Pflegergeistlicher Fonds; wie auch
38) der unpartheiischen Richter in Streitigkei-ten der Gemeinden, sollen diese selbst vornehmen. In Zwi-sten, bei denen das Stift Partei war, sprach der ledigePfalz rath, d. h. die weltlichen Richter dieses Tribunals