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Die Abgesandten hatten Amtsgemeinden zu Noschachund Goßan vorgeschlagen/ welche auch ruhig vor sich gieri-gen/ — als auf einmal eine Protcstation gegen alles Ge-schchene vom Fürstabten/ der sich auf seiner Herrschaft Neu-NaveuSburg aufhielt/ eintraf. Pankraz erklärte darinAlles für nichtig/ was ohne Konsens eines vollzählig ver-sammelten Kapitels und des deutschen Kaisers / als Lehen-herrn / bereits verfügt worden wäre/ oder in Zukunft nochbeschlossen würde.
Diese dem Kapitel nicht unerwartete Episode erregtebei den Kantonsrepräsentanten Erstaunen und Unwillen insolchem Grade/ daß sie auf der Stelle abzureisen gedachten. ^Auf die dringendsten Vorstellungen deö Kapitels hin aber/welches Abgeordnete an den Abcen sandte/ ließen sie sich be-reden/ noch einige Tage zu verweilen *)/ und legten denKapitularen 3 Instrumente der mit der Landschaft ins Reinegebrachten Verhandlungen — ganz das Gegenstück zu denResultaten des Frauenfelder Prozesses — zur Unterzeichnungvor; aber diese wiesen jede Unterschrift oder Aufdrückung desKonventsigills standhaft von sich ab/ aus dem einfachen Grunde/weil ein solcher Akt ohne Zustimmung und Siegel des Fürstenohne verbindliche Kraft und Rechtsgültigkeit bliebe. — Manwandte sich also wiederholt au Pan kra zen; allein dieser hattesich inzwischen nach seiner andern Herrschaft in Deutschland/nach Ebringen im Breis gau begeben/ nm jeden Versuchzu seiner Einwilligung oder Unterschrift desto sicherer von sichablehnen zu können. Doch er kehrte bald in seine Landezurück/ ließ sich endlich zur Ratifikation der abgeschlossenenVerhandlungen bewege»/ übergab sogar eigenhändig das
len verlassen; zn Mittend ach wurde noch spater einem Lin-den/ Jakob Ebcrlc/ von den Harten der Kopf ganz glattgeschoren.
i) Ihr Aufenthalt in der Stadt St. Gallen kostete dem Stifteägoofl, i Der Gesandte von Zürich hatte eine Rechnung von i4oo fl./derjenige von Luzern von tsooff., derjenige von Schwyz von tvoo ff./und der Glarnerschc von Loo ff.