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„Bewohner gleichsam dazu geeignet/ den Saamen der religiösen„Zwietracht in Helvetien auszustreuen. Die Geschichte hat da-„von Spuren auszuweisen/ welche mit Bürgerblut bezeich-net sind.
„Hochwürdiger Herr! Ihnen kömmt eS zu/ die Waffen„abzustumpfen / deren sich auch jetzt der Fanatismus gegen die„bürgerlichen Rechte zu bedienen wagt. Man vermengt die po-litischen Maßregeln/ welche die helvetische Regierung gegen„die St. Gallischen Mönche nimmt/ mit der Religion; man„schildert jene alö eben so viele Eingriffe in die angelobte„Gewissensfreiheit und sucht so anarchische Auftritte einzukei-len/ indem man schon schändliche Gerüchte/ die Mord und„Brand drohe»/ verbreitet."
„Das bischöfliche Ansehen/ welches das Ordinariat von„St. Gallen bisher genoß / darf nicht in so treulosen Händen„ruhen. Die helvetische Regierung will nicht die Rechte der„Kirche lahmen; aber sie will/ und hat dazu alle Befugnisse vor„Gott und Menschen/ sie will/daß keine kirchliche Autorität die„politische Ruhe ihres Volkes erschüttere/ u. s. w.
„Ich habe die Aktenstücke gelesen / welche mich hinlänglich„überzeugen / daß eine kühne Usurpation allmählich das Ordi-„nariat von St. Gallen auf Unkosten Ihrer bischöflichen Rechte„erhobenhat. Ich weißeS/ daß eben diese Usurpation die Quelle„der bedeutendsten Streitigkeiten war/ bei denen Ihre Vorfah-„ren der List und der Bestechung der Aebte eine mildere Nach-giebigkeit entgegen setzten.
„Die Zeit ist gekommen/ diese Anmaßung zu enden und„Sie erhalten wieder/ was man in früheren Zeiten Ihnen ent-rissen hat. — Die Sache leidet keinen Aufschub. Ich erwarte„eine Antwort/ welche meiner Regierung zeige / daß die geist-lichen Bande/ welche Sie an Helvetien binde»/ Ihnen„heiliger sind/ als Rücksichten der Gefälligkeit gegen einen„AmtSgenossen/ der seine Heerde treulos verließ und seine„Mitbrüder inS Unglück stürzt.
„Sollten päpstliche Verfügungen von Ihrer Gewissenhaf-