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Da M. G. Einwendungen dagegen vorbrachte, so überließsich Pankraz ohne Rückhalt seiner gereizten Empfindungund rief voll Wehmuth: „Unter allen Tagen meiner Leiden„ist der heutige für mich der schmerzlichstel" —
So schied man gar unfreundlich von einander, und dieTrennung zwischen dem Abt und der Mehrheit deö Kapitelsschien von längerer Dauer sein zu wollen.
86. Benehmen desFürstabtcn gegen dieKonvention;noch andere Gegner derselben.
Abt Pankraz hielt Wort; er sandte sogleich denihm vertrautesten Kapitularen an den päbstlichen Botschafterzu Luzern, protestirte feierlich zu Handen der römischen Ku-ria gegen die oft erwähnte Konvention und setzte Alles, soviel von ihm abhieng, dawider in Bewegung.
Es unterliegt keinem Zweifel, daß der Abt, nach seinemschon bekannten Charakter zu urtheilen, selbst dann nochallen Triebfedern gegen die Konvention würde aufgebotenhaben, wenn ihm auch die Bischofswürde bestimmt zuge-sichert worden wäre; denn gewiß wäre er nie zur Leistungdes Kantonseides, zur Beobachtung der vorgeschriebenenengen Verhältnisse mit der Regierung, und zur Sanktionihrer sittlich - religiösen Verordnungen, wenn diese mit sei-nen strengen theologischen Ansichten kontraftirt hätten, zubereden gewesen. Die Erhebung seines Stiftes zu einemEpiskopate mißfiel ihm auch, theils aus Grundsätzen desMönchSthums, theils weil er darin eine Kompensation fürdie Abtretung der Landeshoheit erblickte und bestimmt genugberechnete, daß eS sich weit leichter über Mönche, alö überDomherren verfügen lasse« —
Natürlich erweckte die Konvention auch die EifersuchtdeS Bischofs von Konstanz, da ihm durch dieselbe einer derschönsten Bezirke der Diözese entzogen werden sollte. Sogarein Theil der St. Gallischen Weltgeistlichkeit erklärte stchdawider. Schon lange hatten die Landkapitel oder ihre