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den 28 . in München wegen schmerzhaftem Rheumatism denArzt kommen lassen. Endlich den 3 . Febr. traf ich in Zürichei»/ und sprach noch am nämlichen Tage mit den auswär-tigen Gesandten Lebzeltern und Capo d'Jstria. Ich fand ihreStimmung sehr schlimm; man könne, hieß eS/ dem Stifteunmöglich helfen; das Verbleiben der 19 Kantone wäre be-stimmt. Sie fragten mich, ob die Rechte deö Stiftes mitder Existenz des KantonS vereinbarlich wären? Ich bejahtecö und zeigte ihnen dieses in einer den 4 . eingereichten Note.Sie schienen vergnügt zu sein und versprachen zu antworten.Erst den io. erhielt ich die mündlichen Aeußerungen der Ge-sandten, welche alle Hoffnung benahmen. Den 11 . übergabich deni AmtSbürgermeister zu Zürich, Junker Escher, eineNote zu Handen seines und der übrigen 12 alten Kantone, dieauch an alle Behörden ist ausgetheilt worden.
Den 12. trat ich die Reift nach Frankreich an. InBasel hatte ich die Ehre, von Monsieur, dem Grafen d'Artois,sehr höflich empfangen zu werden. Dieser versicherte mich,nach der Restauration seines HauseS m üsse in der Schweizalles auf den alten Fuß hergestellt werden.
Den 18. erkrankte ich in LangreS, mußte da den 19 .,20 . und 21. wegen dem heftigsten Durchfall, den ich inmeinem Leben gehabt habe, liegen bleiben. Die grimmigsteKälte hielt immer an. Den 22 . kam ich in Chaumont an,eben da die geschlagene Armee ihren Rückzug begann. Ichwartete die Ankunft beider Kaiser von Troyes ab. Den 26 .hatte ich Audienz beim österreichischen Kaiser, fand aberkeine beruhigende Antwort: er mische sich nicht in fremdeSachen, war seine Antwort, die er öfters wiederholte; daSStift hätte 2 Millionen Gulden Schulden und eSwäre gar nichts mehr übrig; so hatte es Lebzeltern,der mir nach Chaumont vorgekommen, gesagr. Dieses wäredie größte Ursache, warum das Stift nicht könnte wiederher-gestellt werden. Alle meine Gegenvorstellungen, Bitten undFlehen halfen nichts.; blos äußerte er, daß ihm glcichgiil-