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Geschichte des ehemaligen Stiftes und der Landschaft St. Gallen unter den zween letzten Fürstäbten von St. Gallen, besonders während den Jahren der helvetischen Revolution bis zur Aufhebung des Stiftes / von Franz Weidmann, gewesenem Mitglied des aufgehobenen Stiftes St. Gallen und vormaligem Bibliothekar an der kathol. Kantonal-Bibliothek in St. Gallen
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215
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tig wäre, ob 19 ober 30 Kantone oder 13 wären, und daßich den Schweizern sagen könnte, sie hätten wegen den 2Mil-lionm die Unwahrheit gesagt.

Da der Rückzug allgemein wurde, konnte ich in Chau-mont nichts mehr vornehmen, sondern mußte sogleich mit-ten unter den Truppen, Wagen u. s. w. nach Langres zu-rückkehren. Lier schrieb ich den 28. Februar und 1. Märzan beide Kaiser und an ihre erste Minister. Den 5. Märzkehrte ich nach Chaumont zurück, sprach mit Metternich undNeffelrode, dem ersten Minister des Kaisers von Rußland, er-hielt blos höflichen Hofbcschcid; die Audienz beim russischenKaiser wurde von Tag zu Tag verschoben; ich konnte nichtlänger in Chaumont ausharren, aus Mangel des FutterSsür meine Miethpferde, und machte dieses dein Graf Resselrodezu wissen, der mir selben Abend, den io., folgendes Schrei-ben zustellen ließ : «8s Nafssts I'Lm^ei'su^ rsAi'stts inüni-« mont <^us 8«8 ossu^iaiou8 trs8-iini1rchli668l'6m^s6lisrenr äs« Vo>i8 voir äsii8 es moinsiit-si. II s ^>rs8Slit s ltlr. Is Lomts«äs (ls^o-ä'wtris, soii dliiiistrs en 8ui886, äs 8oiAsee Vos« üiisi st8 st äs pi siiäes en conttäsi'stion Iss äemsnäv8 c^us« Vou8 croü -62 svoir s Isirs sux 8ouversin8 sllis8.»

Vor meiner Abreise den 11 . war ich noch beim öst er-reich. Kaiser; auch dießmal konnte ich nicht sehen, daßeine Unterstützung von seiner Seite zu hoffen, doch sagte derKaiser, ich solle mich in der Schweiz wehren, eSkönne noch Verschiedenes geschehen. Der Kaiser war nichtin guter Laune, weil die Friedensunterhandlungen in Cher-litt on sich eben zerschlagen hatten.

Nachdem ich den 19- Merz in Zürich wieder angekom-men war, übergab ich, zufolge der Weisung des GrafenResselrode, eine Note an die auswärtigen Gesandten;diese luden mich noch den nämlichen Abend zu einer Conferenzein, wobei auch der preußische Gesandte erschien. Sirwandten alle ihre Beredsamkeit an, mir die Unmöglichkeit der