212
ten Allvater/ ihrem Vorsteher/ im Bruderhause aus deuStiftungen der Aebte und anderer frommer Mitthäter. Zu»Abt Ulrichs VM. Zeiten" (nach der Mitte dcö iLten Jahr-hunderts) »sind nur Z Bruder gewesen/ und diese drei haben»sich nicht mehr erhalten können/ also daß daö Konvent mit»dem Abt Ulrich ihnen hat aufhelfen müssen/ damit sie nicht»gar verlumpeten/ und durch diese Hilfe sind die Bruder wie-»der aufgekommen. Hiemit wenn das Konvent/ wie dieser un-»verschämte Bruder gercdt/ etwas von deu Brudern ißt/ so»ißt eS seine Sache und giebt den Brudern sonst zu essen/ daß»sie sich billig nicht klagen können und auch keiner aus den»guten und frommen Brudern klagt" H.
4. Kampf des Fanatismus mit dem Lichte.
rL. Die Uormalschulc.
Es war im Jahr 1783/ als einige angesehene Bürger vonRoschach sich entschlossen/ ihre Kinder privat in der Normal-schule unterrichten zu lassen. Der dortige Pfarrer/ P. Ge-rold Brand enberg/ ein vernünftiger und helldenkenderMann/ beförderte dieses Vorhaben aus allen Kräften undsah sich nach einem geschickten Lehrerum.
Im Sommer eben dieses JahreS war der Abt von Nc-reSheim^)/ Benedikt Angehrn/ ein Verwandter desFürstabtes Bedg/ auf Besuch nach St. Gallen gekommen,und sogleich hatte sich der Pfarrer von Roschach an ihn ge-wandt/ um einen Lehrer aus seinem Kloster/ wo damals dieNormalschule vorzüglich blühte/ zu verlangen. Der freund-liche Abt willfahrte gern diesem Begehren und schickte schonden 4. Augustmonat desselben JahreS einen der geschicktestenVorsteher der Normalschnle/ den P. Beda Pracher nachRoschach. Sogleich eröffnete dieser in einem Privathause denKurs; die neue Methode gewann Beifall/ und hatte balddurch zahlreichen Besuch von Zöglingen das Ansehen einer
AuS der Rede Fürstabt Bcdas an die Laienbruder/ den27. Jänner i77ä.
D Ehemals eine Abtei im Fürstenthum Oettingen in Schwaben.