24Z
öffentlichen Schule. ES war noch kein Monat verflossen/ alsdiese neue Anstalt auf Befehl des FürstabteS Beda (den12. Herbstmonat) mit der bisherigen Schule vereint und indas öffentliche Schulhauö versetzt wurde. Bald hernach fandin der Pfarrkirche eine feierliche Prüfung über die Fort-schritte des MonatS statt/ und Fürstabt Beda selbst/ mit demDekan und den Honoratioren des OrteS/ wohnte (den29. Herbstmonat) dieser Handlung bei.
Dies war der Anfang derNormalschulc im St. Gallischen;bald wurde sie auch nach dem Städtchen Wyl/ dann nachSt. Fiden/ Goß au und andern größer» Ortschaften desLandes verpflanzt. Man betrieb eifrig die Sache und glaubte/daß durch das Gute dieser Anstalt die Jugend binnen kurzerZeit in schönen , nützlichen Kenntnissen aufblühe«/ undRoh-heit und krasse Unwissenheit auch bei der untersten Volksklassesich entfernen würden. Aber sieh! auf einmal gerieth die Arbeitin'S Stocke«/ der Eifer erkaltete/ eine Schwierigkeit zeigtesich nach der andern; das Volk fieng an Argwohn gegen dieNormalschule zu hegen und bald in öffentliches Klagen undMurren auSzubrechen.
Um aufrichtig zu sein, muß man die Ursache dieser Er-scheinung im Stifte St. Gallen selbst aufsuchen. Sowohl derFürstabt und der Dekan, als auch alle klug und vernünftigdenkende Konventualen waren Freunde und Gönner der neuenSchule; — »aber feindselig allein stand Vulkan diesem Troja»gegenüber, und damit ich'S einmal ansspreche, — Offi-»zial Jso verfolgte die Anstalt auf alle Weise. Was den»Mann bewogen habe, einem allgemein anerkannten über-»aus heilsamen Unternehmen mit Segel und Ruder ent-gegen zu arbeiten, ist unbegreiflich« y. — Vielleicht fürch-tete er, das Volk möchte, wenn es besser unterrichtet undaufgeklärt würde, der Obrigkeit den Gehorsam aufkündenwollen: dafür ward er wenigstens in einer beißenden Satyregegeißelt, und da ihm der Verfasser unbekannt blieb, so warf
«8e»1 uniens in Hojsn, Iigne Aluleider stgkst, et nt seine!«llienin, Ison ONieisüs senolru niodis oinnidus sclvoesabslur» oto.
b. VI. p. 182.
16 *