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genehm sein und niemals dessen Beifall wird e'rhalten können.Ich bin indessen der, für den ich mich erkläre/
Ihr
Rom / L. Augustm. 1786.
Ergebenster
Card.
9. Auszug aus dem Schreiben des päbstlichenNuntius/ vom s. Herbstmonat 1786.
Sehr ehrwürdige Vater l
Nicht wenig haben mein Herz durchbohrt/ ehrwür-dige Vater/ euere Zwistigkeüen und euere Klagen / die auchden heiligen Vater ungemein geschmerzt habe»/ dem euerKloster/ daS vorzüglichste Licht der Religion und Weisheitunter allen Klöstern der Schweiz/ sehr am Herzen liegt/ des-sen durchlauchtigster und hochwürdigster Fürst und Abt täg-lich besorgt ist/ die Ehre Gottes nicht blos zu erhalten/ son-dern auch durch seine Frömmigkeit/ Gelehrtheit und Klug-heit zu vermehren.-
Daher beschwöre ich euch/ ehrwürdige Va'ter/ gar sehr/daß ihr den Tit. Abte«/ als den liebenswürdigsten Vater/ euerSFehlers wegen um Verzeihung bittet ^)/ und ich versichere euch/daß er diese Verzeihung euch sehr gerne ertheilen wird/und so werden die geschwätzigen Reden der Zwietracht aufimmer verstummen/ der holde Friede wird in euer ehrwürdigesKloster zurückkehre»/ ich werde mit meinem nicht erfolglosenRathe zufrieden / und Se. Heiligkeit selbst wird sich überausfreuen / da Sie steht/ daß dieses ehrwürdige Kloster/ gegenwelches Sie eine besondere Liebe trägt/ zu seinem frühern
„Schon glaubten sie" (Abt Beda und seine Anhänger)/ „wir„würden bald vor ihren Füßen liege«/ und uns nach ihren Wün-„schen schmucken müssen." — „Den 27. Herbstmonat hielten wir„im Zimmer des Hrn. Seniors Anselm general conseil, wobei eilf„Patres waren." Man kam ubereins/nicht abzubitten. Der Fürstabt„hatte die Abbitte auch nicht verlangt. Geschichtliche Darstel-lung u. s. w.
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