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Se. Liebden der Hr. Fürst von Einstedeln mit mir über dieWichtigkeit dieses Geschäfts und über Dero Betragen/ denFortgang und die wettern Aussichten gesprochen habe.
Ich besitze nun die ganze Kenntniß der Lage, und Alles,was ich, als Freund von Ihren Personen, rathen kann, bestehtdarin, daß Sie sich zum Ziel legen, gegen Ihren gn. Für-sten die Pflichten guter Söhne ausüben und die wettern Sor-gen den hochw. Visitatoren überlassen, die, ich weiß es,keine müßigen Zuschauer über so viel Wichtiges sein werden.Ohnehin verpflichten sich Se. Liebden, Dero Gn. Fürst, zuwichtigen Remeduren, und eS läßt sich gründlich hoffen, daßbei erfolgendem kindlichem Betragen alles' besser erzielet werde,als bei fruchtlosem, gerichtlichem, aber bei diesen unschick-lichen Zeiten gefährlich angebrachten Bestreben.
Sie haben mehr gethan, als Ihre Pflichten erheischen,und ich wünsche, es wäre weniger geschehen, als ich hieund dort ganz befremdet habe vernehmen müssen.
PfäferS, am 26. Sept. 1786.
Ganz gerviedmeter
12. Auszug aus einem Briefe P. Fiutan Slei-neggers, Subpriors zuEinsiedeln/ an P.Hewmann Gruber von St. Gallen.
Der sistus csusse und die esxita waren zwei-
felsohne gänzlich in einer Schrift entworfen, welche dieagirendc Partei (schreckliches Wort für ein Gotteshaus, fürReligiösen!) an den Hrn. Nuntius hat ergehen lassen;diese habe ich nun gelesen; ich habe aber auch die Hochfürst-liche Antwort darüber gelesen, wodurch jene recht auffallendzu Boden geworfen wird; und das ist nicht nur mein Urtheil,es ist auch der hochwürdigen Visitatoren ihres, weßwegendiese einstimmig vom Hrn. Nuntius begehrt und nachdruck-samst in ihn gedrungen, daß er beide diese Schriften nachRom überschicken mochte.
Den inoäuin xroooclencli betreffend, so ist dieser rechtaußerordentlich. Kaum waren drei Monate nach der Visim-