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aus, dann weiß ich nicht, ob sich nicht wieder die Thronen,nebst den Franken noch ein neuer und weit um sich fressen-der Feind entspinnen werde. Denn ich sehe Alles auf dieRegierungen mißtrauisch, und weiß nicht, ob man daS Zau-dern nicht auch zu weit treiben könne. Das Volk, wenncS einmal Meister wird, fürchte ich, findet in diesen Zeitenallenthalben Nachahmer. Denn allenthalben höre ich, istman gleich sehr über falsche Politik aufgebracht; leitet manaber bei Zeiten daS noch gute Schweizervolk, mißbrauchtder Wien er Hof seine aufrichtige Neigung nicht, schließt erein Bündniß mit ihm, so erhält er ein treues, verbündetesVolk. Im widrigen Falle möchte den Cisalpinern, Venc-tianern, selbst deutschen, mißvergnügten Völkerneine schreckliche Fackel des Aufruhrs vorgezündct werden. ESbrauchte freilich auch im FriedenSfallc etwas Truppen zurExekution; aber vielleicht wenn die Sache schleunigund vernünftig eingeleitet würde, brauchte eS wenig feind-liche Schüsse.
Sie werden aber sagen, wie cS doch zugieng, daß dieSchweiz sobald die fränkische Konstitution annahm? — SehenSie, durch geheime militärische Einrichtungenwurde selbe schon vor 5 Jahren gegründet. Es warenin der Schweiz nebst gefährlichen Militär-, Litterar-und zwei politischen Gesellschaften besonders 2 KlubS:ein politischer im Kanton Kuzern, Unterwalden unddenselben Gegenden, unter denen sich besonders viele Geist-liche befanden, und ein terrorirender im Züricher-gebiete und dasigen Gegenden. Man sah schon lange vor,daß sich die innern Kantone widersetzen würden; man suchtesie also schon lange durch kostspielige KriegöauSzüge y undGesandtschaften theils zu entkräften, theils ihre Leute zu ver-führen.
Am letzten NeujahrStage wurde die Annahme derprovisorischen Regierung festgesetzt, alsobald wurden beliebigeGesandte nach Bern begehrt, wo die Mittel verabredet
') Ist hier etwa der Zug an die Grenzen »ach Basel, 1792, ge-meint?