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Geschichte des ehemaligen Stiftes und der Landschaft St. Gallen unter den zween letzten Fürstäbten von St. Gallen, besonders während den Jahren der helvetischen Revolution bis zur Aufhebung des Stiftes / von Franz Weidmann, gewesenem Mitglied des aufgehobenen Stiftes St. Gallen und vormaligem Bibliothekar an der kathol. Kantonal-Bibliothek in St. Gallen
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sonderbar die Vorgesetzten, die Feinde des Volkes und desKlosters seien. Glauben Sie eS, Katholiken und selbst Geist-liche sind gewiß schlimmer, alS selbst die Reformirten. DieEinfälle der Franken waren freilich Geisel Gottes; aberam Ende nützten sie dem Volke, und die einzige Ursache derUebel war die gottlose Politik der Vorgesetzten in der Schweiz.Schauenburg sagte öfters, man habe ihn gerufen. Dochich schweife auS.

Warum drangen Katholiken auf die Zerstörungder einsiedlischen Kapelle? Weil geistliche und weltlicheSchweizer auf die Vertilgung der Klöster dringen. Denn solange die Kapelle stund, war unser Dasein noch gewissermaßennöthig. Man hatte für uns schon Weltpriefter und Kapuzinereingesetzt. Allein daS Volk rüste nach uns. Damit wir alsoin Ansiedeln weder nützlich noch nothwendig sein möchten,so mußte die Ursache der Wallfahrt gehoben werden.

Wie muß man helfen? Wir müssen nothwendig un-sere Sachen so einrichten, daß unsere Anliegenheiten mit jenendes Volkes gemeinschaftlich betrieben werden. Der Krieg mitden Franzosen ist unser Unglück: denn wenn die kaiserlichenTruppen, so die Schweizcrtyrannen allein und sehr fürchten,sich mit den Franken schlagen, erhalten sie jenen Nachdruck,den sie jetzt noch nicht haben und nie erhalten werden. Siemüssen alles anwenden, daß die Franken die Schweiz ver-lassen, welches gewiß nicht geschieht, weil die französischeRegierung ihre Truppen gewiß eben so gerne auö der Schweiz(ernährt), als dieselben aus derselben gehen.

Ist mit den Franken Friede, so muß man die weltlicheRegierung angreifen, und die Proklama nicht an daS Volk,sondern unmittelbar an die Regierung richten und ihr be-fehlen, ihre Gewalt niederzulegen.-

Ucberdicß muß man den Herrn von Dalberg, unser»Bischof, zu bereden suchen, daß er etnDtozesankonziliumversammle, die der Religion so nachtheilige Konstitutionuntersuchet, und beurtheilen lasse, die schlechtdenkenden Prie-ster und Pfarrer entweder zurechtweise oder absetze, undseine bischöfliche geistliche Gewalt wider die. ungerechtenEingriffe der Despoten in der Schweiz wieder herstelle, im

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