Es kann manchem seltsam, vielleicht gar absurderscheinen, dafs ich Ihnen ein Buch dediciere, und den-noch, anstatt demselben Ihren vollen Namen vorzu-setzen, Ihnen die mystische Rolle des N. N. zuweise.Ich habe aber dazu nicht nur das Recht, sondern auchdie Pflicht. Jenes, da Sie es ja waren, der vor vierJahren, als meine Briefe in die Druckerei wanderten, an-statt der darin genannten Namen Sternchen setzten. SogarIhr Gut, dessen sich doch sein Besitzer und das sichseines Namens nicht zu schämen braucht, fand ich in ein
mir unbekanntes.dorf verwandelt, als ich mich (zum
erstenmal ohne die tädiöse Arbeit der Korrektur dereinzelnen Bogen) gedruckt sah. Der Mantel der Anony-mität war also nicht von mir, sondern von Ihnen selbstum Sie geworfen. Nun konnte freilich jetzt, wo der Druck,wenigstens der ersten Bogen, unter meinen Äugen geschieht,ich an demselben zerren und den Lesern dieser Briefe eineÜberraschung bereiten, der ähnlich, die ich als Kind hatte,wenn im fünften Akte des Schauspiels ein bis dahin Un-bekannter die Umhüllung abwarf und, mit oder ohneblitzenden Stern auf der Brust, allen Zweifeln und Un-gewifsheiten ein Ende machte. Dies aber verboten mirRücksichten, die ich auf Sie und auf mich zu nehmenhabe. Ihnen wäre es vielleicht nicht lieb, wenn die Weltwtifste, auf wie vertrautem Fufs wir stehen, und derGlaube entstände, als tränken wir aus einem Glase und