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Elfter Brief.
selbst für etwas Rechtes anerkennt, rufen ihm fortwährendzu, es sei etwas Rechtes. Es hört sich von allen Seiten„Meister“ oder „mein Herr“ nennen, und es ist ihmnicht zu verdenken, dafs ihm dies schmeichelt, denn jetztist es allgemein als das anerkannt, was es sein, als wases sich erfahren wollte. Es ist dabei seiner Sache ganzsicher. Weder hat es um die Anerkennung zu kämpfen,noch auch sich mit der Anerkennung eines Sklaven zubegnügen, die vielleicht bald ein Ende nimmt; nein, vonsolchen, die es selbst „meine Herren“ nennt, so wie sichselbst ihren „gehorsamen Diener“, wird ihm derselbeEhrenname, und es weifs, er wird ihm nie durch eineRebellion entgehen, denn die Interessen der miteinanderLebenden sind hier solidarisch verbunden. Mehr aber, alsfür immer und von allen als Herr anerkannt zu sein,kann das Selbstbewufstsein nicht fordern, sein Kursus istabsolviert. Er hatte damit begonnen*), dafs es sich alsHerrn erfuhr, er ist beschlossen, wo es anderen ebensodafür gilt, und also seine Herrschaft eine bekannteSache ist. —
Vergleichen wir nun zum Schlufs, was das Ich inseinem Bildungsgänge als Bewufstsein und was in derSchule des Selbstbewufstseins erreicht hat, so war esdort, indem es nicht bei den Objekten stehen blieb, son-dern über dieselben reflektierte, das geworden, was mangescheidt nennt, es versteht zu scheiden, und scharfsinnigzu sichten; der sews ist zum hon sens geworden. Hierdagegen ist das Ich dazu gekommen, artig, gesittet zusein, d. h. der Art und Sitte sich zu fügen, die nichtmehr als eine äufsere Zucht über ihm waltet, sondern dieseine Zucht und Sitte ist, indem sie die Zucht und SitteAller ist. Ganz wie ich oben darauf hinwies, dafs jeder
*) Siehe pag. 281.