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heraus und unterhalten die Feuchtigkeit des Hodens, die auch von Thauund Regen stete Nahrung erhält. In ihrem weichen, feuchten Polster hatsich der Fieberklee eingenistet und streckt uns seine weißgefranztcn Blüthen-trauben entgegen; ihm hat sich die Moosbeere (Orycoccos) und die Andro-mcda beigesellt, deren rosenrothe Blumen gar freundlich aus den blaugrünenMoosen hervorschauen; aber auch der Sonne »thau (Drosera) fehlt hierselten und erfreut unser Auge mit dem wunderbaren Farbenspiel seinerglänzenden Wassertropfen, welche die Spitzen seiner rothbrannen Blatthaarekrönen. Wenn die Graben geschlossen und eine solidere Filzdecke sich gebildethat, kommt auch die Holzvegetation, welche mit der Heide (Lrws, vul-Aüris) und der kriechenden Weide (Sslix roxsns) schon früher sich ange-kündct hat. Die Birke erscheint zuerst und dann die Föhre und alsgrößere Sträucher die Schwarzerle und der Kreuzdorn (RlmmnuskiLQAul» und Illi. ^Ltüarlivus). Hier und da wagt sich auch die Roth-tanne ins Moor hinein, die indessen hier niemals gedeiht. Aber auch dieFöhren vermögen sich nie zu hohen WaldbäuMen zu erheben. Wie dieBäume eine gewisse Größe und damit Gewicht erlangen, brechen sie durch;sie sinken in die Unterlage ein, stürzen um und vertvrfen wie die kraut-artigc Vegetation; auch werden sie gar leicht von, Winde umgeworfen, da-her der Tors in den obern Schichten häufig von Föhren und Birkenftämmendurchzogen ist, welche seine Heizkraft erhöhen. In den höheren Gegenden(so bei Einsiedeln und in den großen Mooren von Rothenthurm ) ist es dieBergsöhrc (?inus montan» nliginos»), welche diele Moore überwachstund stellenweise mit einem fast undurchdringlichen Slruppwerk überzieht.
ES entsteht demnach der Torf theils aus Moosen, theils aus demWurzelwerk und den Abfällen von Sumpf- und Wasserpflanzen, namentlichvon Sumpf- und Riedtgräsern, theils aber auch anS Holzpflanze». Diefester» Theile dieser Pflanzen bleiben erhalten und wir finden sie noch insehr altem Tors, während die weichern, krantartigen in eine breiartige Masseübergehen, welche die erster» umhüllt. Diese bilden den festen, jene denleichten, schneller verbrennenden und weniger Heizkraft enthaltenden Torf.
So lange die Filzdccke der Moore nur eine geringe Entwicklung er-halten, bildet sie eine Fläche; wenn sie aber im Laufe der Zeit anwächst,erhebt sie sich allmälig in ihrer Mitte über das »inliegende Land; eS ent-steht so das Hochmoor, das zuweilen zu einer bedeutenden Mächtigkeitanschwellt. Es erhält sein Wasser nur noch von Thau und Regen, saugtdieses aber schwammartig ein und hält es lange zurück, es meist nur inDunstsorm wieder abgebend. Es ist daher von einer dunstigen Atmosphäreumgeben, welche das Gedeihen der Moorvegetativn wesentlich fördert. Die